Vorankündigung: Brother MFC-J5000DW-Serie (2026)
von Ronny Budzinske
Erschienen am 18. Februar 2026 bei Druckerchannel.de, 1 Seite(n)
https://www.druckerchannel.de/artikel.php?ID=5391
Leistungsfähige Bürotintendrucker nun auch in kompakt aber ohne A3-Funktion
Upps, they did it again. Der offizielle Brother-Youtube-Kanal zeigt erneut spannende Druckermodelle, die im Handel noch nicht in Sicht und offiziell erst recht noch nicht angekündigt sind. Nach dem Leak der neuen J6000er-Serie für den Druck und Scan bis A3 folgt nun die runderneuerte J5000er-Serie. Während einige der neuen A3-Modelle mittlerweile bereits verfügbar sind, werden die A4-Varianten wohl noch einige Monate auf sich warten lassen.
Das Konzept der bisherigen Serie wirft Brother aber offenbar über den Haufen. Bislang zeichneten sich die J5000er dafür aus, dass diese A4-Blätter im Querformat einziehen und somit deutlich flinker bedrucken können. Als Besonderheit und quasi Alleinstellungsmerkmal ist somit auch der A3-Druck möglich. Der Nachteil ist allerdings, dass das Gehäuse ziemlich wuchtig ausfällt. Das schreckt einige Kunden ab, die den Druck im Großformat gar nicht brauchen.
Brother MFC-J5110DW
Davon wird sich Brother nun aber offensichtlich verabschieden. Der im Video gezeigte MFC-J5110DW ist voll auf A4 ausgelegt, hat zwei Papierkassetten, eine hintere Universalzufuhr und kann auch in Duplex scannen. Letzteres ist das große Manko der J4000er, die funktional doch recht einfach gestaltet sind.
Auffallend ist das, für "Brother-Verhältnisse" riesige Display mit einer Diagonalen von an die elf Zentimeter. Epson schafft das schon lange, bei Brother war jedoch bislang bei knapp neun Zentimetern Schluss. Aus unerklärlichen Gründen sind die drei Navigations-Sensortasten beim MFC-J5110DW jedoch unter und nicht, wie sonst üblich, rechts neben dem Display angeordnet.
Das Modell setzt auf extrem großvolumige Tintenpatronen, die eine Ausdauer von bis zu 6.000 Seiten in S/W und 5.000 Seiten in Farbe haben. Wahrscheinlich sind das dann auch die LC-528, von denen ein Satz üppige 300 Euro kostet.
Zusammen mit dem Drucker zahlt man dann vermutlich in etwa genau so viel, wie für einen Bürotintentanker, wie den Canon Maxify GX7150 oder Epson Ecotank ET-5805. Auch wenn die Seitenpreise vom Brother durchaus moderat sind, wird eine Rechtfertigung schwierig. Als Alternative gibt es jedoch auch kleinere Patronen oder ein "EcoPro"-Tintenabo. Wer nicht extrem viel druckt, spart beim Gerätekauf und zahlt auch dann vergleichsweise kleinere Häppchen.
Brother MFC-J5010DW und MFC-J5013DW
Ergänzend zum Topmodell wird es auch den kleineren MFC-J5010DW und den baugleichen MFC-J5013DW (mehr Tinte im Lieferumfang) geben. Diese haben ein kleineres Display und insbesondere "nur" eine Papierkassette und das bekannte eher kleine 6,8-cm-Display.
Immerhin gehört auch ein flinker Dual-Duplex-ADF zum Standard. Damit konkurrieren die kommenden Neulinge mit dem betagten Canon Maxify MB5150 oder dem HP Officejet Pro 9132e. Der Epson Workforce Pro WF-4830DTWF kann zwar auch Duplex scannen, jedoch nur mit einer zeitraubenden Wendemechanik.
Vermutlich weder PCL, PostScript noch PDF-Direkt
Es ist davon auszugehen, dass die neue J5000er-Serie zunächst ohne Kompatibilität zu PCL, Postscript oder PDF-Direkt auskommen wird. Fündig wird man hier erst mit den großen A3-Modellen, allen voran dem MFC-J6975DW oder dessen Version mit drei Kassetten, dem MFC-J6977DW. Beide sollten auch bald erscheinen. In der bisherigen J5000er-Serie gibt es auch den passenden MFC-J5955DW - womöglich verbleibt dieser weiter im Portfolio.
Mopria, Airprint, "IPP Everywhere" und "universelles Drucken" aus der Microsoft-Cloud sind jedoch dabei. Für moderne Anwendungen sollte das ausreichen.
Mit 28 ipm etwas langsamer
Durch den (von allen anderen Herstellern) üblichen Druck von A4-Seiten im Hochformat wird das Drucktempo etwas leiden. Im Video spricht Brother von "bis zu" 28 ipm, womit es dann noch immer die schnellsten reinen A4-Geräte im Segment der Tintendrucker am Markt bleiben. Epson schafft 25 ipm mit seinen 4-Chip-Precisioncore-Druckköpfen. Auch Brother setzt auf Piezo-Köpfe, die unter dem Markennamen "Maxidrive" laufen und 420 Düsen je Tintenkanal verwenden.
Erscheinungsdatum unklar
Sobald uns weitere Informationen vorliegen, folgt später auch noch eine ausführliche Vorstellung. Die in den Tabellen vom Druckerchannel hinterlegte Angabe vom "Mai 2026" ist lediglich eine Schätzung.
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