Brother Bilanz FJ 2025

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Brother hat mehr Drucker (Laser und Tinte) verkauft. Umsatz und Gewinn der wichtigen Sparte "Printing & Solutions" sind gestiegen. Im jetzt laufenden Jahr dürften hohe Energiekosten und die US-Zollpolitik zwar für sinkende Umsätze sorgen, der Profitabilität soll das aber nicht schaden - ganz im Gegenteil.

Erschienen am 11. Mai 2026 bei Druckerchannel.de, 1 Seite(n)

https://www.druckerchannel.de/artikel.php?ID=5438


Mehr verkaufte Drucker bei solidem Umsatzwachstum

Wie viele japanische Unternehmen hat Brother sein Geschäftsjahr 2025 mit Wirkung zum April 2026 abgeschlossen. Neben dem Verkauf von Näh- und Werkzeugmaschinen ist die unter "Printing & Solutions" zusammengefasste Druckersparte für einen Großteil des Umsatzes und den Löwenanteil des Gewinns verantwortlich.


In den betrachteten zwölf Monaten setzte "Brother Industries, Ltd." (der offizielle Name des Unternehmens) insgesamt 893,5 Milliarden Yen um, was einem Anstieg um rund 5,2 Prozent entspricht. Das Geschäft mit Heim- und Bürodruckern macht dabei rund 64 Prozent aus und entwickelte sich ebenfalls positiv, mit einem Anstieg von 4,7 Prozent.

P&S "Printing & Solutions"

Dass man bei einem weltweit rückläufigen Markt ordentliche Gewinne erzielen kann, zeigt die Sparte von Brother mit einem Reinertrag von 66,4 Mrd. Yen im Druckersegment, was umgerechnet etwa 359 Millionen Euro entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr sinkt die Marge auf weiterhin (im Vergleich zu den meisten anderen Druckerherstellern) den guten Wert von 10,2 Prozent anstatt 10,8 Prozent im 2024er Geschäftsjahr.

Genaue Verkaufszahlen zu Druckern liefert Brother nicht. Immerhin zeigt die relative Entwicklung mittlerweile wieder durchweg ein positives Wachstum. Nach wiederholten Rückgängen beim Geschäft mit Laserdruckern wurden im ausgelaufenen Geschäftsjahr wieder zwei Prozent mehr Geräte abgesetzt. Etwas gedämpft, aber weiterhin stark im Aufwind, sind Tintendrucker mit einem Plus von rund acht Prozent. Die Umsatzentwicklung zeigt in eine ähnliche Richtung, was auf gleichbleibende absolute Verkaufspreise hindeutet. An dieser Stelle sollte jedoch erwähnt sein, dass die derzeitige Yen-Schwäche für etwas geschönte Zahlen sorgt. In lokaler Währung (vorwiegend US-Dollar und Euro) sieht die Sache etwas schlechter aus.

Es bleibt dabei, dass Brother mit Verbrauchsmaterialien mehr erwirtschaftet als mit den Druckern selbst. Der Anteil von Tinte, Toner und Co. liegt nahezu konstant bei rund 55 Prozent. Im vierten Quartal (Januar bis März 2026) lag dieser Wert sogar bei 58 Prozent. Das dürfte wohl an der Kaufzurückhaltung bei den Geräten selbst liegen und sollte sich im Verlauf des Jahres wieder ausgleichen.

Wachstumsraten Brother (2019 bis 2025, jeweils bis März vom Folgejahr)
FJ 2019FJ 2020FJ 2021FJ 2022FJ 2023FJ 2024FJ 2025
Umsatz mit Laserdruckern (lokale Währung)
Laserdrucker-3%+18%-13%+23%-13%-2%+4%
VBM/ Toner+1%-4%+9%-8%+4%+5%+2%
Umsatz mit Tintendruckern (lokale Währung)
Tintendrucker+2%-23%+38%+20%-4%+15%+8%
VBM/ Tinte+2%-5%-4%±0%+2%+1%+5%
Relativer Umsatz mit Verbrauchsmaterialien
Alle????54%55%55%
Stückzahlen / Auslieferungen
Laserdrucker-5%+7%-20%+8%-10%-5%+2%
Tintendrucker+5%-36%+34%+26%-2%+14%+8%
© Druckerchannel

Risiken & Ausblick

Neben der weiterhin anhaltenden "Zollpolitik" der USA stellen vor allem auch höhere Fertigungs- und Logistikkosten das größte aktuelle Problem dar. Treiber dürften die hohen Energiekosten durch den laufenden Iran-Krieg sein.

Es ist daher wenig verwunderlich, dass auch Brother seine Umsatzzahlen nach unten revidieren musste. Interessanterweise betrifft dies fast ausnahmslos die Druckersparte, für die man mit einem Rückgang von 5,2 Prozent rechnet. Beim Gewinn ist dagegen die umgekehrte Entwicklung und eine Marge von 11,6 Prozent in Sicht.

Die Übernahme von Mutoh, einem japanischen Anbieter von Großformatdruckern, zahlt bei Brother übrigens in die kleinere Sparte "IP" (Industrial Printing) ein. Im laufenden Geschäftsjahr werden dafür vergleichsweise hohe Kosten zur Integration veranschlagt.

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