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Maxify GX4050 Tintenstand unzuverlässig + Nachfüll-Problem - Druckkopf in Gefahr

Canon Maxify GX4050

Frage zum Canon Maxify GX4050

Multifunktionsdrucker (Pigmenttinte) mit Kopie, Scan, Fax, Farbe, Tintentank, 18,0 ipm, 13,0 ipm (Farbe), 7,1 ppm (ADF-Scan), kein Randlosdruck, Ethernet, Wlan, Duplexdruck, Simplex-ADF (35 Blatt), 2 Zuführungen (350 Blatt) + Bypass, Touch-Display (6,7 cm), kompatibel mit GI-56BK, GI-56C, GI-56M, GI-56Y, MC-G03, 2023er Modell(mehr Daten)
von
Mein im Januar gekaufter Maxify hat im Farbdruck in Verbindung mit der Druckertreiber-Software TurboPrint meine Erwartungen weit übertroffen! Ich bin begeistert und sehr zufrieden! Linux aus.

Aber jetzt wunderte ich mich über die Tintenstand-Anzeige, die zwar den stetig abnehmenden Tintenstand anzeigte, nun aber plötzlich seit mindestens drei Wochen auf 24% schwarz und für die Farben jeweils auf 31% stehen geblieben ist. Das kann gar nicht sein!

Nun steht in der Bedienungsanleitung, dass man immer rechtzeitig Tinte nachfüllen sollte, denn die Thermo-Druckköpfe sind blitzschnell Schrott, wenn statt Tinte Luft in die Köpfe gerät.

Also habe ich schnell meine Reserveflaschen rausgeholt und nachgefüllt. Total einfach und narrensicher.... DACHTE ich! – Flasche drauf, es gluckste ein wenig und dann war schon Schluss mit dem Nachfüllen. Da sind schätzungsweise höchstens 20 ml hinein gegangen. Folglich ist der Tank dieser Farbe garantiert nicht voll. Ich zog die Flasche ab und setzte sie kurze Zeit später wieder auf den Füllstutzen. Wieder das Gleiche: wenige Milliliter und dann war Schluss.

Das ist eine böse Falle für jemanden, der die Nachfüllmenge nicht kristisch betrachte! Wer glaubt, er hätte den Tank richtig voll nachgefüllt und druckt weiter, wobei die Tintenanzeige weiterhin auf dem alten, niedrigen Stand geblieben ist, der läuft Gefahr, sich den Druckkopf zu verbrennen!!!

Jedenfalls habe ich nun jede Flasche zig mal auf- und wieder abgesetzt bis schließlich nicht das geringste Glucks-Geräusch vom Tintenfluss zu hören war. – Das steht so nirgends in der Bedienungsanleitung :–)

OK nun sind alle Tanks wirklich gefüllt, aber die Tintenstandanzeige bleibt auf dem alten Stand. Da kann ich so viel auf "aktualisieren" klicken, wie ich will, das wird nicht besser. Der Befehl wird aber klar zum Drucker übertragen, das Display leuchtet auf und daher weiß ich, dass die Kommunikation funktioniert. Sie führt aber eben nicht zu einer korrekten Tinten-Anzeige. (Hier spreche ich vom parallel zu TurboPrint installierten Original-Canon-Treiber, über den ich den Tintenstand abfragen kann. Aber ich drucke immer nur über TurboPrint. Da stimmen die Farben einfach – fast schon Foto-Qualität!

Übrigens: Die Erstbefüllung des Druckers nach Kauf zeigte diese Probleme nicht. Da lief die Tinte korrekt in die Tanks und anschließend wurde der Füllstand vom Canon-Treiber auch korrekt mit 100% angezeigt.

Das Ganze ist also wegen der Gefährdung des Druckkopfs kein "kleines Problem"! – Was sind eure Erfahrungen betr. Tintenstand-Anzeige unter Linux und betr. Nachfüll-Problem? Gibt es evtl. Abhilfe?
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von
@rodelsky
Ich verstehe dein Problem nicht. Hast du mal das Handbuch gelesen? Da steht es eindeutig drin.

Die Farbtanks sind kinderleicht zu prüfen. Lediglich bei Schwarz hilft es, wenn man mit einer Lampe leuchtet. Vermutlich hast du die Kammern völlig überfüllt.

Anbei ein Bild meines GX4050.

Gruß,
Mike
von
Ich danke dir für dein Engagement und die ausführliche Antwort. Deine Überlegungen zur Tank-Nachfüllung kann ich gut nachvollziehen und werde nun danach handeln.

Dann habe ich gerade unter den Drucker geschaut und ihn auch mal schräg gehalten. Nix passiert und auch an den Fugen des Geräteaufbaus ist nichts von Tinte zu sehen. Schließlich habe ich mit meiner Endoskop-Kamera reingeschaut und keine Spuren von Tinte entdecken können.

Da hab ich wohl noch mal Glück gehabt.

Betr. deiner Erfahrungen zur Erstbefüllung: kann ich zu Epson Inkjet nur bestätigen. Ich hatte damals einen Epson R1800 A3-Überformat. Riesiger Farbraum, brauchte ich für Proofdrucke. Der Drucker hatte winzige Patronen. Nach Erstbefüllung folgte gleich die "Zweitbefüllung". Dann wurde "gespült" und die nächste der 7 Patronen war leer. Wenn dann die Hälfte der Patronen auf diese Weise erneuert war, konnte man endlich auch mal drucken. Ich hab dann auf eines der ersten Flasche-Schlauch-Nachrüstsysteme umgebaut. Im Sommer geriet Luft in die Schläuche und dann war der Druckkopf verstopft. --> Schrott.
von
@Mike13 So wie auf deinem Bild habe ich die Tanks noch nie gesehen! Ich staune!

Aber angesichts der enormen Menge an fast vollformatigen Drucken mit hoher Farbdeckung kann ich mir nicht vorstellen, dass so wenig Tinte verbraucht worden sein soll, dass keine Änderung bei Sichtkontrolle zu sehen war.

Und nach den Profilierungsarbeiten habe ich damit mindestens 50 vollformatige Fotos, teils mit hoher Farbdeckung / vielen dunklen Schattierungen und dann mehrere hundert Folder gedruckt.

Bissi seltsam ist das Ganze schon.
von
Hallo,
Stimme voll zu!
Wie wär's mit Umrüstung auf eines der neueren Nachrüstsysteme?

Druckkopf verstopft: Reinigung / Intensivreinigung

Luft im Druckkopf: Initialbefüllung (manchmal identisch mit Intensivreinigung)

Grüße

Koberon
von
@rodelsky
Du musst dich erst noch daran gewöhnen, dass du nun einen Tanker hast, nicht so einen Fingerhut-Pinkler wie bisher! ;-)

Mit dem kannst du zig vollflächige Blätter drucken, ohne dass sich etwas sichtbar verändert.

Die erreichbare Qualität mit Turboprint-Qualität würde mich auch interessieren. Vielleicht magst du ja einen guten Scan anhängen.

Gruß,
Mike
von
Hallo Mike,
Die mit dem Turboprint-Druckertreiber erreichbare Qualität kannst Du selbst ausprobieren: Lade den Turboprint Druckertreiber herunter, installiere ihn und teste ihn 30 Tage kostenlos und intensiv. Es kostet einiges an Zeit, Papier und Tinte, aber es rentiert sich. Habe ihn nach der Testphase direkt gekauft und verwende nur noch Turboprint.

Einen Scan anhängen, das macht keinen Sinn. Man müsste mindesten zwei Scans anhängen, einmal mit / einmal ohne, und ob man beim Scan die Feinheiten sieht? Das bezweifle ich.

Grüße

Koberon
Beitrag wurde am 04.08.26, 22:41 Uhr vom Autor geändert.
von
Hallo Koberon,
danke für den Hinweis auf die Testversion. Die kannte ich schon.
Bisher habe ich aber auf den von dir beschriebenen Aufwand verzichtet, weil ich mir nicht sicher bin, ob er sich für einen Dokumentendrucker mit Pigmenten lohnt.

Deswegen die Frage an rodelsky, weil er intensive Tests bereits durchgeführt und fürseine Zwecke tolle Ergebnisse erzielt hat. Für einen Vergleich müsste er natürlich Canon-Treiber vs. Turboprint scannen - auf identischem Papier.

Wenn der Scanner dabei die Farben einigermaßen gut reproduziert, dann würde mir das für eine Einschätzung genügen.

Grüße,
Mike
von
Zum Thema TurboPrint (für Linux) und PrintFab (für MacOS und Windows), beides von zedonet.com habe ich gerade intensive Erfahrungen sammeln können, da ich einer der Beta-Tester von Version 3 bin.
Achtung! Alle folgenden Angaben beziehen sich auf die Software-Version TurboPrint Studio 3, die in Kürze verfügbar sein wird.

Wichtiger Hinweis: Ich schreibe aus meiner Überzeugung und ohne von ZEDOnet hierfür irgendwelche Vorteile zu erhalten!

Der Sprung zur Version 3 bringt enorme Verbesserungen und stellt vom Umfang der Zusatzfunktionen her eigentlich ein komplett neues Produkt dar.

Das Funktionsprinzip ist: Alle Einschränkungen und Beeinflussungen, die der Canon-Original-Druckertreiber so mit sich bringt, werden durch den eigenen Treiber ersetzt. Aber Begrenzungen in der Firmware des Druckers können natürlich nicht überwunden werden.

Die Optimierung eines Druckers zu farbrichtigem Druck erfolgt in folgenden Stufen:
1.) Man wählt eine Papiersorte, die Druckauflösung, mit der man solche Drucke erstellen will und den zum Papier passenden maximalen Tintenauftrag (max. 300%) und speichert diese Kombination als Profil ab.

2.) Man druckt unter Verwendung dieser gespeicherten Vor-Einstellung in der Einstellung "ohne Korrektur" ein Farbmess-Chart. Diese erhält man gegen Vorkassezahlung bei ZEDOnet und zahlt damit auch zugleich die Erstellung eines ICC-Farbprofils.

3.) Man sendet den Druck des Farbmess-Charts an ZEDOnet, wo es dann vermessen wird und aus den Messdaten ein ICC-Profil erstellt wird. Dieses kann man dann doenloaden und über die TurboPrint-Software (oder PrintFab) mit den gespeicherten Vor-Einstellungen der Druckbedingungen kombinieren.

4.) Wenn beim Druck über TurboPrint dieses Paket an Voreinstellungen ausgewählt wird und die zugehörige Papiersorte verwendet wird, erhält man im Rahmen der Möglichkeiten des Druckers einen weitgehend farbrichtigen Druck.

5.) Wenn die Darstellung am Bildschirm deutlich abweicht von dem Druck-Ergebnis, dann könnte das an dem Bildschirm liegen. Dann sollte der ebenfalls profiliert werden. Hierzu kommt man aber an der Anschaffung eines Messgeräts und der Nutzung der Software DisplayCAL aus dem Paket von Argyll nicht herum.

6.) Stellt der Monitor die Farben weitgehend richtig dar, kann man in der Version 3 von TurboPrint eine Vorschau am Bildschirm aktivieren, mit der das Druckergebnis simuliert wird. Dabei wird deutlich, was am Bildschirm darstellbar ist, kann nicht unbedingt auch so gedruckt werden, denn am Moni hat man subtraktive Farbmischung aus rot grün und blau und im Drucker hat man additive Farbmischung mit Cyan Magenta Gelb und Schwarz.

Meine Erfahrungen:

Der Canon Original-Treiber hat aus meiner Sicht mehrere gravierende Mängel:
1.) Schon viel zu früh werden in dunkleren Bildbereichen die Farben durch Schwarz ersetzt. Diese Ersetzung (GCR = Grey Color Removement) muss auch sein, denn kein Papier kann 400% Farbe / Tinte aufnehmen, wenn alle 4 Farben voll gedruckt werden um ein sattes Schwarz zu erreichen. Das Ergebnis der zu frühen GCR sind zu dunkel wirkende Bilder mit zu harten Kontrasten. (Schlimm beim Druck von Portraits)

2.) Der Canon-Original-Treiber neigt zu einer Grün-Blau-Betonung (Farbstich)

Da ich mit dem Canon in Kleinauflage meine Folder drucken möchte, war dieses Ergebnis nicht akzeptabel.

Ich hatte früher glücklicher Weise früher eine kleine Werbeagentur betrieben und kenne mich mit Farbmanagement aus. Von daher hatte ich hier noch ein Spektralfotometer herum liegen. (Die Dinger gibt es heutzutage für wenige hundert Euro bei den bekannten chinesischen Händlern.)
Den Profil-Erstellungs-Service von ZEDOnet habe ich deshalb bisher nicht genutzt.

Mit der Argyll-Software erstellte ich zunächst Farbmesscharts auf 2 DIN A4 Seiten, also rund 750 Messfelder. Für mich waren die Ergebnisse mit den so erstellten ICC-Profilen in dunklen Bildbereichen immer noch nicht gut genug. Wie ich an den Tonkurven des ICC-Profils sah, gab es seltsame Welligkeiten und Nichtlinearitäten. Da pfuschte wohl die Firmware von Canon ins Werk.
Für den Maxify mussten also genauere Profile erstellt werden. Ich verdoppelte die Anzahl der Messfelder auf 1.764 = vier DIN A4 Seiten.
Und nun erreiche ich z.B. auf Papier mit satinierter Oberfläche wie z.B. das ColorCopy von Mondi oder Presentation von IGEPA oder HP Premium CHP 854 fast schon Fotoqualität mit nur 600dpi Druckauflösung. Meine Empfehlung: ColoprCopy und 120g Papier für Folder.
Mit 1200dpi Auflösung erreiche ich bei ca. 1/4 der Druckgeschwindigkeit einen deutlich größeren Farbraum, z.B. wenn ich rote Blüten drucken möchte. Da bleiben viel mehr Schattierungen im gesättigten Rot erhalten, als mit 600dpi.
Ich hätte nie gedacht, dass der Maxify solch hochwertige Drucke erstellen kann auf durchaus noch bezahlbarem Papier.

Eine kleine "Gemeinheit" steckt noch in der Drucker-Firmware: Eine brauchbare Druckgeschwindigkeit liefert der Maxify nur dann, wenn er Papier aus der Kassette zieht. Das tut er aber nur, wenn man als Papiersorte "Normalpapier" wählt. Alle anderen Papiersorten will er unbedingt aus dem hinteren Schacht ziehen, Durch Versuche fand ich heraus, dass er bis 120g aus der Kassette reibungslos Papier zieht. Bei 160g kann es ab und zu mit dem Einzug klemmen und man muss den Abstand zwischen Druckkopf und Papier höher einstellen. Mehr als 160g geht nicht aus der Kassette.

Fazit:
Ja es ist schon einiges an Aufwand, um weitgehend farbrichtige Drucke zu erhalten. Aber das macht man ja nur ein Mal und solange man das Papier oder die Tinte nicht wechselt, bleiben die ICC-Profile gültig. Da hat man lange Freude dran.
Mir ist keine mit TurboPrint oder PrintFab vergleichbare Software zu Gesicht gekommen, und zumal nicht zu dem relativ günstigen Preis. Der Funktionsumfang und das Ergebnis im Druck finde ich voll überzeugend. Und dass es die Software für alle drei wichtigen Betriebssysteme gibt, ist die Krönung des Ganzen.

Wichtiger Hinweis: Ich schreibe aus meiner Überzeugung und ohne von ZEDOnet hierfür irgendwelche Vorteile zu erhalten!

Ergänzung:
In der Demoversion von TurboPrint / PrintFab sind die Möglichkeiten der teureren Programmversionen enthalten. Vermutlich (?) kann dort auch ein vorhandenes ICC-Profil in den passenden Datensatz hinein geladen werden.
Damit Interessenten, die einen Drucker der Maxify-Serie betreiben, den Vorteil der Software mit Profilierung testen können, stelle ich mein ICC-Profil zum Download bereit:
lebenslust-jetztde/...
Dieses Profil ist gültig für Mondi ColorCopy (egal wie dick) bei 600dpi, Normalpapier, TAC (max Tintenauftrag) 300
Beitrag wurde am 05.08.26, 11:38 Uhr vom Autor geändert.
von
@rodelsky
Hallo,

sehr interessant, hast Dir viel Arbeit gemacht.

Rentiert sich die Installation der Beta von Turboprint 3, d. h. ist sie stabil genug? Denn man muss die vorhandene Version 2 erst mal deinstallieren.

Grüße

Koberon
Beitrag wurde am 05.08.26, 12:28 Uhr vom Autor geändert.
von
@rodelsky

Noch eine Frage: Welche Grundeinstellungen in Turboprint wählst Du für ein gutes Ergebnis?

Grüße

Koberon
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