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Druckbild verwaschen horizontal (in Bewegungsrichtung des Dickkopfes)

Brother MFC-J5345DW

Frage zum Brother MFC-J5345DW

Multifunktionsdrucker, A3 (Pigmenttinte) mit A3 (Scan bis A4), Kopie, Scan, Fax, Farbe, 28,0 ipm, 25,0 ppm (ADF-Scan), Randlosdruck, Ethernet, Wlan, Duplexdruck, Simplex-ADF (50 Blatt), Touch-Display (6,8 cm), kompatibel mit LC-422BK, LC-422C, LC-422M, LC-422XLBK, LC-422XLC, LC-422XLM, LC-422XLY, LC-422Y, geeignet für "EcoPro" (Tinte), 2022er Modell(mehr Daten)
von
Seit kurzem ist der Ausdruck verwaschen und stufig (in Richtung der Druckkopfbewegung)
Siehe Foto.
Die Ausrichtseite sieht so schlecht aus, dass eine Korrektur unmöglich ist.
Ich vermute es könnte an der Feinpositionierung des Druckkopfes liegen.
Leider komme ich an den Encoderstreifen bei meinem Model nicht heran. Ich kann ihn zwar mit einem Spiegel sehen, aber ein vorsichtiges Abwischen ist so nicht möglich.
Hat jemand Tipps für mich?
von
Leider kann ich Deiner Fehlerbeschreibung nicht entnehmen, wie der Ausschnitt des angehängten Scans auf dem Ausdruck sowie im Hinblick auf die Papiertransportrichtung positioniert ist und wie die Vorlage des Druckauftrags aussieht. Insofern vermag ich Deine Hypothese zum gegebenen Zeitpunkt weder zu bestätigen noch zu widerlegen. Ist das Düsentestmuster denn überhaupt vollständig, oder zeigen sich darin Lücken?

Sofern Deine Hypothese zutreffen sollte, findest Du in (1), S. 2-78, 2-82 bzw. pdf-S. 109, 113 unter "Print edges not aligned" und "Characters having shadows (ghost)" ggf. in Betracht kommende Vorgehensweisen zur Fehlerbehebung. Ansonsten müsstest Du in (1), S. 2-73, pdf-S. 104 nachsehen, was stattdessen eventuell vorliegen könnte.
In (1), S. 3-24, 3-25 bzw. pdf-S. 154-155 ist im sog. Disassembly flowchart beschrieben, was in welcher Reihenfolge abgebaut werden muss, um an den Encoder Strip heranzukommen. Seite 3-25 schließt sich im Punkt (A) an Seite 3-24 an. Diese Anleitung zielt allerdings auf den Austausch von Bauteilen ab. Du willst den Encoder Streifen aber ja nicht auswechseln, sondern ja nur ganz vorsichtig leicht feucht abwischen. Insofern wirst Du nicht den gesamten Abbau-Pfad bis zum Encoder Strip auf S. 3-25 ausführen müssen, sondern lediglich diejenigen Teile abzubauen haben, die Dir dabei im Wege sind.

WICHTIG ist: Lege alle abgebauten Teile systematisch ab und dokumentiere genau (mittels Zeichnungen, Fotos, Notizen etc.), an welcher Stelle und in welcher Reihenfolge Du sie entnommen hast, so dass Du später beim Zusammenbauen genau weißt, wie Du vorgehen musst bzw. wohin sie gehören. Nicht dass Du nach dem Zusammenbau Teile übrig hast, die Du nicht zuordnen kannst, denn dann kann Dir u.U. niemand helfen. (Denn die Explosionszeichnungen der Teilekataloge der Hersteller enthalten nicht alle Teile eines Druckermodells, sondern geben stets nur die Teile wieder, die der Hersteller als Ersatzteile anbietet. Wer das Gerät nicht selber vor Ort stehen hat, wird Deine überzähligen Teile somit in aller Regel nicht einer Position im Gerät zuordnen können, da er sie ja nicht selber aktuell gerade ausgebaut hat.)

Sei beim Abwischen bitte sehr vorsichtig und achte darauf, dass der Enxoder Streifen nicht aus seiner Verankerung gelöst wird bzw. sich die Federn, an denen er aufgehängt ist, nicht lösen. Verwende keine Lösungsmittel, sondern lediglich ein Wattestäbchen oder ein kleines, weiches, fusselfreies Tuch. Diese allenfalls ganz leicht anfeuchten. Nach der Säuberung überschüssige Feuchtigkeit umverzüglich entfernen, damit diese nicht länger einwirken kann. Je nachdem, wie der Encoderstreifen bedruckt ist, kann es sonst nämlich leider vorkommen, dass sich beim Abwischen nicht nur die Tintenspritzer vom Encoder Streifen lösen, sondern zugleich auch dessen Striche. Dann wäre er unbrauchbar und müsste ersetzt werden. Das kann je nach Modell u.U. ziemlich friemelig sein und erheblichen Kalibrierungsaufwand nach sich ziehen. Die Ein-/Ausbauanleitung findest Du bei Bedarf in (1), S. 3-112, pdf-S. 242. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du sie nicht benötigst.


Literatur:
----------
(1) SM: elektrotanya.com/...
Beitrag wurde am 09.06.26, 12:19 Uhr vom Autor geändert.
von
Die Druckkopfbewegung ist links-rechts, Papiertransport oben-unten. Das Dokument ist ein PDF Paketaufkleber mit einem Barcode. Da der Fehler auf der gesamten Breite der Druckkopfbewegung sichtbar ist, glaube ich nicht an einen verschmutzten Encoderstreifen.
Das müsste doch nur im Bereich der Verschmutzung auftreten?

Ich glaube mit deiner ausführlichen Beschreibung sollte ich den Fehler finden. Vielen Dank dafür. Ich melde mich wieder.
von
Also ich hatte die beiden Sätze "Leider komme ich an den Encoderstreifen bei meinem Model nicht heran. Ich kann ihn zwar mit einem Spiegel sehen, aber ein vorsichtiges Abwischen ist so nicht möglich." Deines Startbeitrages so interpretiert, dass Du den Encoderstreifen abwischen möchtest, weil er verschmutzt wäre. Und ich rätsele ehrlich gesagt gerade auch, wie ich sie anders hätte verstehen können sollen. Aber vielleicht kannst Du mir das ja erklären.

Nur, damit es keine Missverständnisse gibt und wir uns nicht verrennen: Der Encoderstreifen stellt das Gitter für eine optische Positionsbestimmung bzw. Längenmessung quer zum Papiertransport bereit. Wenn in Höhe der Abtastung ein Tintenspritzer als zusätzlicher Strich interpretiert wird, wird die Positionsbestimmung entsprechend verfälscht. Entweder wird dies von der auswertenden Einheit nicht bemerkt und fehlinterpretiert, was unmittelbar zu mangelhaften Druckergebnissen im gesamten Rest einer jeden Zeile führt, oder es wird ein Widerspruch in der Verrechnung aller Meßergebnisse zwischen Soll- und Istwerten erkannt und eine Fehlermeldung wird geworfen. Da Letzteres nicht berichtet wurde, wäre vorliegend lediglich Ersteres als eine Möglichkeit in Betracht zu ziehen, sofern denn überhaupt Tintenspritzer auf dem Encoderstreifen zu finden sein sollten und das Fehlerbild der Seite dazu passt. (Dazu müsstest Du halt die entsprechenden Seitenteile und oberen Teile des Gehäuses so weit abbauen, dass Du den Encoderstreifen mit einer Lupe betrachten könntest.) Ansonsten verbleiben halt noch die anderen möglichen Fehlerursachen aus den in Betracht kommenden Troubleshootings.

Die runde PF Encoder Disk an der Seite ist übrigens die Entsprechung zum CR Encoder Strip, nur eben in Richtung des Papiervorschubes statt quer dazu. Das nur zum Besseren Verständnis der entsprechenden Troubleshooting-Schritte zwecks leichteren Ausschlusses.
Den Satz habe ich so interpretiert, dass Du bereits einen Druckqualitätstest ausgeführt und eine automatische und manuelle Druckkopfausrichtung gemäß gzhls.at/... .pdf vergeblich versucht hast. Falls nicht, könntest Du versuchen, das Problem zu beheben, indem zunächst die automatische Druckkopfausrichtung durchführst. Falls dies keinen Erfolg haben sollte, käme u.U. die manuelle in Betracht.
Das hatte ich vermutet. Schau mal, ob Du mit Deiner Hypothese und den o.g. Troubleshooting-Prozeduren weiterkommst. Ansonsten melde Dich gerne noch einmal. Dann bräuchten wir allerdings mal einige weitere, vollständige Testausdrucke, darunter u.a. auch gerne mal ein Düsentestmuster (vgl. Beitrag #1, gzhls.at/... .pdf). Teile eines Strichcodes unbekannter Farbzusammensetzung sind eigentlich etwas zu dürftig, um sich einen vollständigen Überblick über die vorliegenden Gerätefehler und möglichen Ursachen zu verschaffen.
Beitrag wurde am 11.06.26, 08:29 Uhr vom Autor geändert.
von
Vielen Dank für das Angebot. Ich komme gern darauf zurück.

Zu meiner Idee den Encoderstreifen zu reinigen:
Eine Google-Suche liefert bei nahezu allen Hinweisen: "Encoderstreifen reinigen".
Ich dachte, wenn es einfach ist, kann ich es ja mal machen.
Ist aber nicht einfach und ich glaube auch nicht, dass es mein Problem behebt.
Ich bin Techniker und habe in meinem Berufsleben schon selber Positionierachsen entwickelt/programmiert.
Was mir fehlt, ist die Erfahrung mit den Druckköpfen.
Ich werde die vom Service-Menü des Druckers erzeugten Ausdrucke hochladen.
In der nächsten Woche bin ich im Urlaub, werde mich danach wieder melden.
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