1. DC
  2. Forum
  3. Kaufberatung
  4. MFC mit absolut Sorglos-Düsenreinigung

MFC mit absolut Sorglos-Düsenreinigung

von
Hallo zusammen,

unser Farb-Laser-MFC hat den Geist aufgegeben und ich bin eigentlich kurz davor, wieder einen zu kaufen (Tendenz: Kyocera MA2101). Ich denke trotzdem nochmal laut über Tintenstrahler nach und daher meine Frage hier.

Mein Druck-Profil ist, dass es längere Zeiten gibt, die der Drucker nicht benutzt wird. Das können auch mehrere Wochen sein, in Ausnahmefällen vielleicht auch mal 1-2 Monate. Dafür gibt es aber auch Zeiten, in denen der Drucker "ordentlich" genutzt wird. Übers Jahr reden wir von vielleicht 1000-2000 Seiten. Entsprechend brauche ich ein Gerät mit geringem Seitenpreis, was ja zB bei den Epson Tintentank-Geräten gegeben scheint.

Ich hatte meinen letzten Tintenstrahler vor >10 Jahren und habe bis heute die Sorge im Hinterkopf, dass die Düsen sich zusetzen und es dann teuer wird.
Ein Kollege meinte aber neulich, dass es inzwischen Modelle gibt, die bei längerer Nutzung automatisch eine Seite drucken, um die Düsen frei zu halten. So etwas könnte für mich in Frage kommen. Ich sehe nur nicht, welche Modelle das sind.

Danke für Eure Hilfe
Arno
von
Es mag sicherlich Einzelfälle geben, bei denen das zutrifft. Aber in der Reparaturbranche sieht die Welt anders aus.
Ich denke, regelmäßige Nutzung eines Dritten in einem anderen Haushalt lebender, kann nicht fremdbestimmt werden. Diese Aussagen sind eher subjektiv zu betrachten. Es ist durchaus möglich das auch mal Original verwendet wurde und das aber nicht immer kommuniziert wird.
Ich sehe es bei meinem Vater, da ist es anders herum. Der sagt mir auch nicht wann er manchmal Billig verwendet, um der Diskussion aus dem Weg zu gehen.
von
Als Servicetechniker, der herstellergebundene Geräte wartet, kann ich Deine subjektiven Aussagen zu Fremdtinte und -toner gut einordnen. :)
Das ist schlicht anmaßend. Du kennst weder mich noch meine Lebensumstände oder mein Verhältnis zu meinem Vater. Solche Mutmaßungen über die Ehrlichkeit fremder Personen sind kein technisches Argument, sondern fehl am Platz.

Ich muss allerdings einräumen, dass nicht jede Fremdtinte die Farbbrillanz von Originaltinten aufweist. Das ist ein rein ästhetischer Aspekt, der für die Haltbarkeit der Hardware aber völlig irrelevant ist. Eine etwas geringere Farbtreue zerstört keinen Drucker.

In den juristischen Datenbanken, wie z. B. Beck Online, ist lediglich ein einziger Fall dokumentiert, bei dem eine Fremdpatrone einen Drucker so beschädigt hat, dass dieser einen Totalschaden erlitten hat (AG Bretten, Az. 1 C 362/15). Dort war die Patrone eines Drittanbieters (Bubprint) ausgelaufen und verursachte einen Mangelfolgeschaden.

Wer technische Einzelfälle zur allgemeingültigen Regel erhebt, ignoriert die Realität von Millionen funktionierenden Druckern im Privatgebrauch – wie das Gerät meines Vaters, das seit 2006 einwandfrei läuft.

Am Ende des Tages ist es wie überall: Die Ausnahme bestätigt die Regel. Dass ein Einzelfall von 2016 in den Datenbanken so prominent ist, zeigt doch gerade, wie selten solche Schäden technisch und juristisch haltbar sind. Mein Vater und sein Brother von 2006 genießen derweil entspannt die gesparten Tintenkosten der letzten 18 Jahre. :)
von
Selbst diese Aussage ist subjektiv. Für einen Techniker der regelmäßig Drucker repariert, ist diese Aussage nicht haltbar. Wie kann man derartige Aussagen machen, wenn die Praxis um Reparaturbereich sehr viel anders aussieht.
Auch wenn ein hervorragendes Verhältnis zu einem Dritten besteht, ist man dennoch nicht ständig dabei.
Und diese Aussage ist subjektiv. Das hat nichts mit anmaßend gemeint. Ich will hier niemanden zu nahe treten.

Aber egal, jeder hat seine Ansichten.

Ich in meinem Fall greife auf 35 Jahre Berufserfahrung im Bereich von Reparaturen in Bürobereich zurück.
von
Das ist der Lauf der Welt. :)

35 Jahre Erfahrung in Ehren, aber Erfahrung ersetzt keine juristischen Fakten und kann die Realität eines seit 18 Jahren laufenden Geräts nicht wegdiskutieren. Wenn die Praxis so eindeutig wäre, gäbe es mehr als einen dokumentierten Totalschaden in der Rechtsprechung. Belassen wir es dabei – die Ersparnis meines Vaters spricht für sich.
Beitrag wurde am 13.03.26, 22:47 Uhr vom Autor geändert.
von
Hallo LexBro, hallo Profibastler,

Eurer Diskussion entnehme ich, dass Ihr beide im Druckerreparaturgeschäft aktiv seid.

Sowohl mit Laser- als auch mit Tintenstrahldruckern habe ich nur als Benutzer zu tun gehabt. Mein Eindruck ist, dass Laserdrucker sehr viel komplizierter aufgebaut sind, von der Mechanik her aufwendiger sind, kurz die teureren und anspruchsvolleren Geräte sind.

Wie ist Eure Erfahrung, ab welchem Druckvolumen muss man bei welcher Technologie / bei welchem Hersteller mit Ausfällen rechnen bzw. welches störungsfreie Volumen sollte man bei Laser oder Tintenstrahl erwarten dürfen?

Bin gespannt!

Koberon
von
Da lasse ich meinem Kollegen Lexbro den Vortritt, da er beim letzten Schlagabtausch auch das letzte Wort hatte 😉
von
Das ist juristisch ehrlich gesagt ziemlich irrelevant, weil es nicht die Aufgabe juristischer Datenbanken ist, die Anzahl von Geräteschäden zu dokumentieren. Ihre Aufgabe liegt schließlich in der Diskussion juristischer Problemstellungen, nicht in der technischer Problemstellungen. Und was vom Gesetzgeber hinreichend geregelt ist, bedarf gar keiner Kommentare. Hier im DC-Forum wirst Du weit mehr als nur einen Fall finden, in denen inadäquate Tinte mit mangelhaften Kühleigenschaften Druckköpfe von HP oder Canon zum Überhitzen gebracht hat. Und auch Berichte über zugesetzte Düsen von Epson oder Brother, die nur wenige Tage oder Wochen nicht benutzt wurden, in denen aber auf Originaltinte bereits seit Längerem verzichtet wurde. Bei Originaltinte ist dies hingegen die Ausnahme.
Beitrag wurde am 14.03.26, 16:06 Uhr vom Autor geändert.
von
Hallo zusammen,
tatsächlich gibt es zusätzlich auch vermutlich noch eine Menge Fälle, in denen Drittanbieterprodukte Schäden verursacht haben, in denen die Besitzer aber nicht vor Gericht gezogen sind, weil ihnen klar war, dass der Druckerhersteller dafür nicht haftet und sie den Toner- oder Tintehersteller in Fern-Ost nicht gerichtlich greifen können. Ich habe selbst schon Fälle erlebt.
Aber zurück zu meinem Fall: Ich habe schlichtweg nicht die Lust und Zeit zu basteln, Patronen zu befüllen, ... Ich war gestern einmal im Laden und habe mich zwischen den Geräten beraten lassen. Normale Patronen kann ich ausschließen, das ist für mich zu teuer. Bei den günstigen Lasern ist der Seitenpreis aber dann auch recht hoch. Ich habe mich daher für ein Tintentank-Modell entschieden, genauer den Canon GX-4050. Der ist jetzt so eingestellt, dass er jeden Samstag Morgen aus der Canon Cloud das aktuelle Sudoku ausdruckt. Damit ist zumindest ein Druck je Woche sichergestellt, selbst wenn ich einmal nicht dazu komme
Aber auf jeden Fall vielen Dank für Eure Hinweise.
Viele Grüße
Arno
von
Deine Antwort bestätigt exakt meinen Punkt: Juristische Datenbanken dokumentieren keine Geräteschäden, sondern Rechtsstreitigkeiten.

Dass es bei Millionen von Fremdtinten-Nutzern nur einen einzigen dokumentierten Fall bis zum Urteil geschafft hat, zeigt doch gerade, wie dünn die Beweislast der Hersteller in der Realität ist.

Wenn Fremdtinte so flächendeckend für Totalschäden verantwortlich wäre, wie hier suggeriert wird, stünden die Gerichte voll von Regressforderungen – das ist aber nicht der Fall.

Die von Dir zitierten Forenberichte sind klassische anekdotische Evidenz.

Ein verstopfter Druckkopf nach einer Standzeit wird im Forum sofort auf die Fremdtinte geschoben, während derselbe Defekt bei Originaltinte (der durchaus vorkommt) als Verschleiß oder Anwendungsfehler verbucht wird.

Das ist eine verzerrte Wahrnehmung, keine technische Beweisführung.

Zudem ist das Argument der Kühleigenschaften bei modernen Druckköpfen technologisch oft überbewertet, um Nutzer zu verunsichern.

Hochwertige Drittanbieter-Tinten (wie sie Markenhersteller verwenden) sind chemisch so präzise formuliert, dass sie diese Anforderungen längst erfüllen.

Am Ende bleibt es dabei: Ein Forum kann keine Langzeitstudie ersetzen. Und solange die Schadenswelle nur in Foren-Erzählungen existiert, aber nicht in der juristischen oder statistischen Realität ankommt, bleibt die Warnung vor Fremdmaterial vor allem eines: Ein sehr effektives Marketing-Instrument zur Sicherung der Hersteller-Margen.
von
da Profibastler mir den Vortritt lässt, möchte ich das Thema gerne aus einer übergeordneten Perspektive einordnen.

Zunächst zur Klarstellung: Ich bin kein Servicetechniker, der täglich verstopfte Düsen reinigt, sondern betrachte die Thematik aus der Sicht der Nutzer-Empirie und der statistischen Ausfallwahrscheinlichkeit.

Was die Komplexität angeht, hast Du recht: Ein Laserdrucker ist mechanisch anspruchsvoller (Laser-Einheit, Hochspannung, Fixierstation), während der Tintenstrahler chemisch sensibler ist (Kapillarwirkung, Trocknungsverhalten).

Zur Frage des störungsfreien Volumens:

Das ist weniger eine Frage der Technologie als der Geräteklasse. Ein günstiger Consumer-Tintenstrahler ist oft auf eine Gesamtlaufzeit von ca. 15.000 bis 20.000 Seiten ausgelegt.

Ein Business-Laserdrucker (wie die Kyocera Ecosys- oder HP LaserJet Enterprise-Serie) hingegen ist für 100.000 bis 500.000 Seiten und mehr konstruiert.

Meine Erfahrungswerte dazu:

Beim Tintenstrahler ist IMO nicht das Volumen das Problem, sondern die Standzeit. Ein Gerät kann nach 500 Seiten Schrott sein, wenn es drei Monate ungenutzt in der Sonne stand. Regelmäßiger Betrieb ist hier wichtiger als das absolute Volumen.


Beim Lser- bzw. LED-Drucker ist IMO die Mechanik der limitierende Faktor. Bei günstigen Modellen treten oft ab 30.000 bis 50.000 Seiten Probleme mit den Einzugswalzen oder der Fixierung auf. Bei hochwertigen Geräten ist das oft erst nach dem fünffachen Volumen der Fall.

Die Frage ist am Ende immer eine der Wirtschaftlichkeit (TCO): Wenn ich durch Fremdmaterial so viel spare, dass ich mir nach 10.000 Seiten theoretisch zwei neue Drucker kaufen könnte, verliert die Frage nach dem maximalen störungsfreien Volumen ihren bedrohlichen Charakter. Es ist eine Risikoabwägung, kein technisches Dogma.

Vielleicht kann Profibastler aus seiner 35-jährigen Werkstatt-Praxis ja noch ergänzen, welche spezifischen mechanischen Bauteile bei den aktuellen Serien seiner Erfahrung nach am häufigsten die Grätsche machen.
Bilder einfügen .jpg.png.pdf (Seite 1)
Sie müssen sich anmelden, um Bilder hochzuladen.
Weitere Einstellungen

Melden Sie sich mit nur einem Klick über ein soziales Netzwerk an, oder registrieren Sie sich im nächsten Schritt per E-Mail.

Als registrierter Benutzer können Sie alle Funktionen von Druckerchannel nutzen, Ihre Beiträge nachträglich editieren, externe Links einfügen und Nachrichten an andere Benutzer senden.

Im nächsten Schritt können Sie sich anmelden oder registrieren. Der verfasste Beitrag wird gespeichert.

Schneller: Melden Sie sich mit nur einem Klick über ein soziales Netzwerk an.


Als Gast können Sie keine externen Links setzen. Alle Beiträge werden moderiert und erst nach Prüfung freigeschaltet. Eine nachträgliche Änderung ist nicht möglich.

Sie müssen Ihre E-Mail sowie Ihren Namen angeben. Diese Daten werden nicht veröffentlicht.

Hinweis: Es wird ein Cookie mit einer ID gespeichert, damit Sie unter dem selben Gast-Benutzer weitere Beiträge oder Antworten schreiben können.

1

Offenlegung - Provisionslinks

Wir erhalten bei einer Vermittlung zum Kauf oder direkt beim Klick eine Provision vom Anbieter.

Alle Preise enthalten die derzeit gültige MwSt. und verstehen sich zzgl. Versandkosten. Der Preis sowie die Verfügbarkeit können sich mittlerweile geändert haben. Weiß hinterlegte Preise gelten für ein baugleiches Gerät. Alle Angaben ohne Gewähr.

Forum Aktuell
10:10
09:50
09:29
18:22
18:09
Artikel
10.04. Epson Workforce DS-​530III: Dokumentenscanner für den Arbeitsplatz mit erhöhtem Durchsatz
09.04. HP Workpath Premium: HP-​Drucker lassen sich nun auch in "Uniflow Online" einbinden
08.04. CVE-​2026-​34980 und 34990: Sicherheitslücke im freien Linux-​Drucksystem "CUPS"
02.04. Epson ReadyPrint Flex 2026/04: Preiserhöhung für Tintenabo-​Tarife mit monatlich 30 bis 500 Inklusivseiten
02.04. Kyocera "LongLife Units": Zehn Jahre Garantie beim Ecosys PA4500x auf ausgewählte Teile
01.04. Epson Workforce ES-​550W und ES-​590W: Flinke Dokumentenscanner mit und ohne autarkem "ScanWay"
30.03. Louie Pastor: Neuer CEO bei Xerox -​ Bandrowczak tritt ab
27.03. Canon Maxify GX1051 und GX2051: Pigmenttinten-​Einstiegstanker nun mit (noch) größeren Flaschen
26.03. Kyocera TK-​1300, TK-​1310 und TK-​3420: Kleinere und größere Tonerkartuschen für Ecosys-​Monolaser
25.03. HP Imagine 2026: Neue Laserjet 4000er-​Monolaser und Enterprise-​Modelle
24.03. Übernahme durch Brother: Mutoh wird eingebrüdert
18.03. Pantum Technology Co., Ltd.: Ninestar will seinen Firmennamen in Pantum ändern
Beliebte Drucker
Neu   Epson Workforce DS-530III

Dokumentenscanner

Neu   Pantum CM2800ADW Plus

Multifunktionsdrucker (Laser/LED)

Neu   Pantum CP2800DW

Drucker (Laser/LED)

Neu   Pantum CP2800DN

Drucker (Laser/LED)

ab 368,89 €1 Epson Ecotank ET-4950

Multifunktionsdrucker (Tinte)

ab 152,89 €1 Canon Maxify MB5150

Multifunktionsdrucker (Pigmenttinte)

ab 379,00 €1 Epson Ecotank ET-4951

Multifunktionsdrucker (Tinte)

ab 449,99 €1 Epson Ecotank ET-8550

Multifunktionsdrucker, A3 (Tinte)

ab 187,99 €1 Brother DCP-T580DW

Multifunktionsdrucker (Tinte)

ab 578,99 €1 Canon Maxify GX7150

Multifunktionsdrucker (Pigmenttinte)

Merkliste

×
Drucker vergleichen