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PVC-Kartendruck Trägerfolie Retransferfolie Sublimation

von
Hi,

ich möchte mein Thema DC-Forum "PVC Kartendrucker für Stärke 2-3 mm" abermals aufgreifen und mich an dieser Stelle noch mal für die später eingegangenen Beiträge bedanken.

Leider geriet das referenzierte Thema zwischenzeitlich etwas ins Stocken. Ich möchte es daher wieder aufgreifen, wenngleich etwas abändern, weswegen dieser neue Beitrag entstand. Es geht auch nicht mehr um Kartenstärken von 2 - 3 mm sondern um normale PVC-Karten nach ISO/IEC 7810 ID-1 Standard mit einer Stärke von 0,76 mm.

Kartendrucker verschiedenster Verfahren gibt es ja wie Sand am Meer. Darunter sind die Retransferdrucker ab 1.000 € zu haben, zumindest nach meinen Recherchen, und damit recht kostenintensiv.

Ich suche daher eine Möglichkeit mit einfachen Mitteln einen Retransferdruck nachzustellen. Im Prinzip möchte ich das gleiche Verfahren, wie das der Retransferdrucker, anwenden. Hierzu stelle ich mir eine Trägerfolie (Retransferfolie) zum spiegelverkehrten Motivdruck und ein Laminiergerät zur Sublimation des Motivdrucks auf die PVC-Karte vor. Letztendlich, korrigiert mich, wenn ich falsch liege, entspricht dies dem erwähnten Druckverfahren der Retransferdrucker.

Kleiner Exkurs: Im T-Shirt-Druck kommt bekanntermaßen ein Haftkleber zum Einsatz, der in der Transferpresse die Farbe von der Transferfolie (Siebdruckverfahren) auf das T-Shirt sublimiert. Ich komme gleich auf diese Aussage zurück.

Nun zu den eigentlichen Fragen.

1) Kennt ihr eine Trägerfolie/Retransferfolie, die sich mit einem Laserdrucker für den vorgesehenen Einsatz erstellen lässt?
2) Kennt ihr ein Laminiergerät, welches ggf. weiche Silikonrollen besitzt, durch welches man die PVC-Karten führt und somit den Motivdruck auf selbige dampft? Dies hätte zudem den Vorteil, dass die PVC-Karten gegen äußere Einflüsse geschützt sind, da sich der Motivdruck zwischen Kartenoberseite und Trägerfolie befindet.
3) Wäre ggf. eine Transferpresse die bessere Alternative? Dadurch bleibt die PVC-Karte fixiert und bewegt sich nicht, wie bei einem Laminiergerät. Bei zweiterem könnte der Transfer durch die Bewegung zu unschönen Ergebnissen führen. Hier komme ich auf den kleinen Exkurs zurück. Ein Laminiergerät oder Transferpresse mit weichen Silikonrollen oder Pressfläche könnte ggf. auch unebene PVC-Karten oder PVC-Karten mit größerer Stärke bedrucken.

Letztendlich brauche ich doch einfach nur ein Trägermaterial, was auf die PVC-Karte geklebt oder sublimiert wird. Daher wieder der Bezug zum Exkurs. Beim T-Shirt-Druck kommt ja dieser Sprühkleber zum Einsatz. Wenn ich nun mit Laminiergerät oder Transferpresse unter Druck den Kleber zum Schmelzen bringe, müsste doch damit ebenfalls mein Ziel erreicht sein.

4) Daher die letzte Frage: Um welchen Kleber geht es in dem Fall des Bedruckens von flachen, glatten PVC-Oberflächen?

Ihr seht, ich bin noch tief in der Orientierungsphase. Daher schon mal ein herzliches Dankeschön an diejenigen, die sich der Diskussion anschließen und zu einem wirklich guten Ergebnis beitragen.

Beste Grüße
Beitrag wurde am 20.04.17, 22:18 vom Autor geändert.
von
Hallo 3xplor3r,

ich bin gerade unterwegs und kann daher keine Links posten, die reiche ich nach sobald daheim.

Was dem Re-Transfer für Laser am nächsten kommt, sind Nassschiebefolien. Die werden spiegelverkehrt bedruckt und mittels Wasser und Sprühkleber übertragen. Ergebnis ist ok, allerdings sind die Folien teuer und der Aufwand groß. Und dann fehlt immer noch eine Laminierung. Sprays und Lacke werden immer uneben und fühlen sich klebrig an.

Es gibt Inkjet bedruckbare PVC Karten, das Druckerzeugniss sieht toll aus, aber auch hier fehlt die Versiegelung.

Primera hatte mal einen Disc Laminator der auch für Visitenkarten geeignet war (weiß nicht ob es das Gerät überhaupt noch gibt), allerdings kostet es ähnlich viel wie der Kartendrucker.

Es gibt transparente Klebefolien für Farblaser, das wäre wohl die sinnvollste Lösung. Folie bzw. Etiketten bedrucken, auf die Karte kleben und Ränder abschneiden. Je nach Hersteller sind die Folien/Etiketten mal eher glänzend oder matt.

Ansonsten gibt es Online Druckereien bei denen man auch Karten drucken lassen kann.


Gruß
Andreas
von
Hi Andreas,

erst einmal vielen Dank für Deinen konstruktiven Diskussionsbeitrag.

Ich würde von ersterem auch absehen. Letztendlich werden die von Dir erwähnten Kosten zu hoch sein als dass sich eine Herstellung lohnt.

Ich nahm an, dass die Retransferfolie, die spiegelverkehrt bedruckt wird, quasi die schützende, versiegelte Schicht darstellt. Wenn ein Inkjet natürlich die PVC-Karte direkt bedruckt, wäre dies schon ein erster richtig guter Schritt. Hast Du da mal jeweils ein Produkt für mich, also sowohl PVC-Karte als auch Drucker?

Bei der transparenten Klebefolie für Farblaser habe ich ein wenig Angst, dass sich selbige am Rand nach ein paar Monaten der Nutzung löst, aber ja, letztendlich entspricht dies auch meinem erdachten Ansatz. Hier könnte doch beispielsweise ein feiner Sprühkleber zusätzlich verwendet und unter etwas Hitze und Druck eine bessere Haftbarkeit gewährleisten? Nun gab ich bereits bei einem großen Versandhändler beginnend mit A den Suchbegriff "Transferfolie Laser" ein. Ich bekam natürlich Ergebnisse, aber bin mir nicht sicher, ob sich derartige Produkte eignen.

Ganz einfach gedacht, müsste es doch möglich sein, ein annehmbares Ergebnis mit dem heimischen Bügeleisen hinzubekommen. Der Druck erfolgt spiegelverkehrt auf eine Trägerfolie/Retransferfolie und wird dann auf die PVC-Karte aufgebügelt. Ich höre die Zweifel, dass nicht gleichmäßiger Druck ausgeübt werden kann, was für ein derartiges Transferverfahren notwendig ist bereits, allerdings könnte man hierfür doch eine Schraubzwinge verwenden zumal sich die Temperatur am Bügeleisen super einstellen lässt.

Beste Grüße
von
Zum Bügeln auf PVC nur der Hinweis, dass PVC ein thermoplastischer Werkstoff ist. Die Glastemperatur von Hart-PVC ist in der Wikipedia mit 79°C angegeben ... so bei 120°C kannst Du es dann prima verformen, bei ~ 180°C fängt Zersetzung an. (Ich habe keine Ahnung, bei welchen Temperaturen gebügelt werden muss).

Schreib doch mal was dazu, wie viele von diesen (Ausweis?)-Karten Du brauchst und wie oft dann neue gemacht werden sollen.

Der Aufwand, den Du zu betreiben bereit bist, scheint mir erheblich. Und ich habe den Eindruck, dass das ... nicht eine einmalige Aktion werden wird, sondern schon mit einer gewissen Regelmäßigkeit erfolgen soll. Korrigiere mich, wenn ich da falsch liege.

So long
von
Das ist ein guter Hinweis über den ich ebenfalls schon nachdachte. Daher ging mir auch die Idee des Kaltlaminierens durch den Kopf.

Derzeit läuft noch eine Analyse, wie viele Ausweise wöchentlich gebraucht werden. Aktuelle Schätzungen bewegen sich im Rahmen von 5 - 7. Diese Ausweise müssen allerdings personalisiert werden und innerhalb von maximal einem Werktag verfügbar sein. Das bekomme ich nicht über einen Online-Anbieter hin.

Die Idee geht momentan dazu über, laserdruckgeeignete Folien zu bedrucken und anschließend mit Sprühkleber und einem Kaltlaminator auf die PVC-Karte aufzubringen.

Am liebsten wäre mir ein Retransferdrucker. Diese sind ab 3.000 € zu haben, ein nicht lohnendes Geschäft für die geplanten Auflagen.

Ein anderer Kartentyp erwartet etwa eine Auflage von 4.000 Karten. Auch diese müssen personalisiert werden. Hier könnte man dann über einen Offsetdruck nachdenken und im Anschluss die Personalisierung vornehmen. Aber eins nach dem anderen. Es geht jetzt erst mal um die geringere Auflage.

Habt ihr Ergänzugen oder einen Verbesserungsvorschlag? Ich suche auch noch qualitativ hochwertige PVC-Karten. Habt ihr einen Tipp? Bei der Folie tue ich mich schwer. Ich habe geprüft, ob der Drucker, ein Canon C250i, überhaupt Folie bedrucken kann, was er macht. Leider steht nicht dabei, welche Folie empfohlen wird, lediglich, dass Folie bedruckt werden kann.

Beste Grüße
von
Also so 1 Stück am Werktag ist ja schon einiges. Und die vielen Arbeitsschritte, die dafür nötig sind ... mach mal eine Schätzung wie viel Zeit das wohl benötigt ... Und mir ist auch noch nicht klar, was Du unter "Personalisieren" verstehst. Braucht es nur einen Namen/Text oder muss auch ein Bild drauf, reicht es einfarbig oder soll es farbig sein ... Wie lange muss der Ausweis halten? Sind das Tagespässe oder geht es um was längerfristiges?

Ohne zu tief bei den Thermo-Rewritern geschaut zu haben... soo teuer scheinen die mir inzwischen nicht zu sein. Klar, sie würden sich nicht ab morgen rechnen. Aber bei 250-350 Stück im Jahr kommt ja schon was zusammen. Nur eine Minute, die Du pro Ausweis länger "bastelst", sind dann 4-6 Stunden Arbeitszeit im Jahr. Spätestens bei 10 Minuten Mehrarbeits ist dann die Arbeitswoche voll. Ich weiß nicht, was Du Deine Firma kostest, aber ... vielleicht kann man es ja mal so aufziehen.
von
Also den Zebra ZXP Series 1 gibt es für ca 675 Euro. Der sollte für deine Zwecke völlig ausreichend sein.

Das ganze Gebastel würde ich mir nicht antun wollen. Es ist zeitaufwändig und liefert trotzdem nicht das gewünschte Ergebnis.

Entweder in den sauren Apfel beißen und das Gerät anschaffen, oder bei so einer geringen Auflage mit Papierkarten und Laminator arbeiten. Von Zweckform gibt es Etikettenbögen, ähnlich wie Visitenkarten, im Kreditkartenformat mit abgerundeten Ecken, passend dazu auch Laminiertaschen wo die bedruckte Karte eingesteckt und einfach laminiert wird. Sieht besser und professioneller aus das Gebastel aus und ist ebenfalls lange haltbar.
von
Ansonsten schau dir das hier mal an

tintenshop365.de/...
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