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Brother und Linux Treiber

Bezüglich des Brother MFC-J5625DW - Multifunktionsdrucker, A3 (Tinte)

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von
Hallo Forum,
ich arbeite mit Linux Opensuse und habe mir einen neuen Drucker MFC-J5620DW gekauft. Obwohl im Datenblatt hier im Druckerchannel angegeben wird, dass dieser Drucker und das baugleiche Modell MFC-J5625DW keine Linux Treiber hat, so ist das nicht richtig. Die Treiber mit Installationanleitung gibt es bei Brother Solution Center. Ich bitte um Berichtigung im Datenblatt. Das Multifunktionsgerät ist im Netzwerk installiert und druckt und scannt hervorragend von jeden Client.
von
Das ist immer Stand der Einführung eines Druckers. Häufig werden Treiber für alternative Betriebssysteme erst später nachgeliefert, dann fehlt so ein Eintrag. Das kann auch für Unterstützung von mobilen Endgeräten so sein, häufig wird so etwas durch ein Firmwareupdate oder durch Bereitstellung einer Software erreicht.
von
Brother wird vom Linux direkt unterstutzt!
Bei Brother ist allerdings Faxfunktionalität mangelhaft. Es gibt eine nur-binär-erhaltliches (freeware) in Java geschriebenes Programm, dass die Numme wählt und .ps Dateien akzeptiert. Also kein PDF usw.

Wobei hjk vollkommen recht hat, denn hier fehlt das Model: support.brother.com/...

So wie Epson (ausreichend) und HP(perfekt).

Bei HP wird Fax usw perfekt unterstützt.

Bei Epson gibt es zwei offizielle Treiber - mangelhafter ESC-P und guter ESC-P/R. Letzter ist halb-proprietär. Scanfunktionalität wird nur durch proprietaren Treiber unterstützt. ABER: Sehr viele Modelle werden auch hervorragend durch Gutenprint (Drucken) und SANE (Scannen) unterstützt. Mit Auflösungen und Rasterrenderqualität weit besser als vom Hersteller zugelassen.

Einziger fauler Hersteller war Kodak. Aber mit der Zeit hat ein Entwickler die Druckfunktionalität gehackt und als freien Treiber fertiggestellt. Scan dagegen ist immer noch nicht möglich.

Mfg.

Quelle: Eigenbesitz
Beitrag wurde am 18.12.14, 19:50 vom Autor geändert.
von
Inzwischen unterstützen fast alle namhaften Hersteller Linux, mehr oder weniger gut. Ich nutze zwar nur einen Linuxserver (brauch ich nicht unbedingt aber man gönnt sich ja sonst nichts ;-) ), gedruckt wird aber nur von den Windowsarbeitsstationen, weil ich auf Windowssoftware angewiesen bin.
Als wir den Drucker angelegt haben war die neue Webseite von Brother zum Teil noch sehr mangelhaft (ich mag sie immer noch nicht, da z.B. die Geräte recht unsortiert dargestellt werden) in den Daten gab es da nur Treiber für Windows und MAC im Lieferumfang. Weitere Daten und Downloads waren noch nicht verfügbar. Inzwischen gibt es aber dafür auch Linuxtreiber als rpm und deb Versionen support.brother.com/... (nur englisch oder asiatisch). Inwieweit solche Treiber immer alle Funktionen unterstützen ist immer fraglich. Aber faxen kann man ja auch ohne PC
von
hjk, eine Option ist auch die Drucker an Deinem Linuxserver anzuschliessen, CUPS und Treiber installeren (auch per SSH) und danach auf allen Windowsmaschinen Ferndruck einstellen. Dann wird er auch zu einem Druckserver und Scanserver (SANE unterstützt auch den remote scan). Genauso macht es der ja Fritzbox, Fritzbox ist nichts anderes als getuntes Linux.
Normalerweise werden die Treiber nie mitgeschickt, denn Linux sollte die aktuellste Version per Paketmanagement selbst reinziehen und installieren, ohne Fenster, CDs und co.
Das, was man bei Play/AppStore hat, war bei Linux seit lange - nur ohne Preise und Ratings.
Persönlich nutze ich Linux seit 2004 überall auf Workstations, Notebooks, Smartphones, Gaming PCs und Servern (Media, Druck, Firewall). Nirgendwo ein Windows, wobei ich mit MSDOS 5.0 auf 386-40 angefangen habe. Geniales System. Aber genug Offtopic :)
Beitrag wurde am 20.12.14, 01:41 vom Autor geändert.
von
Mittlerweile unterstuetzt Gutenprint viele Drucker. Leider ist die Unterstuetzung der meisten Canon Drucker noch experimentell.

Siehe gimp-print.sourceforge.net/...
von
Ich benutzte bisher zwei Canon Pixma MP780. Da gibt es allerdings keine Druckköpfe mehr von Canon und die Restbestände sind fast so teurer wie ein Einsteiger Drucker. In meinem Netzwerk (kleines Büro) läuft Linux und ein Windows-Rechner. Windows deshalb noch, weil die geschäftliche Software leider nur mit Windows zu haben ist. So habe ich mir mir Drucker angesehen, die günstige Folgekosten haben und wo die Hersteller auch Linuxtreiber anbieten. Da stand am Ende des Auswahlprozesses Epson Workforce WF5620 und der Brother MFC-J5620 oder 5625. Epson kostet rund 100 € mehr als Brother und so habe ich dann den Brother angeschafft. Auch die Länge der Garantiezeit (Brother 3 Jahre und Epson 1Jahr) waren mit kaufentscheidend.
In dem vorherigen Windows Netzwerk hatte ich oft Servicebedarf und als mir dann ein Bekannter Linux empfahl, war ich erst skeptisch und dachte man muss ein Freak sein, aber seitdem ich mir opensuse Linux installiert habe (gefühlt 2010), habe ich nie mehr einen Service gebraucht, läuft stabil ohne Abstürze oder andere Probleme. Es ist eben eine andere Philosophie, so nimm was du brauchst und gib was du kannst, ohne kommerzielle Interessen. Faxen wird immer weniger im Laufe der Zeit und ist bei mir über die Fritzbox gelöst. Deshalb war Sannen und Drucken im Netzwerk wichtig und die installierten Linux Treiber realisieren das hervorragend.
Ich kann gut nachvollziehen, was hjk schrieb.
von
Linuxnutzer haben meist ein ganz anderes Verhältnis zu ihren Systemen als Mac oder Windowsnutzer. Gerade unerfahrene Anwender sind damit am Anfang heillos überfordert. Der dann nötige Aufwand kostet dann entweder einen oft teuren Linuxsupporter oder aber viel Zeit. Hier sind zumindest Windowsnutzer im Vorteil (im Grunde basiert auch Windows in vielen Teilen auch auf UNIX), da es eigentlich von überall unterstützt wird, sei es Hardware wie auch Software. Daher ist meine Erfahrung das Linux eher für Server geeignet ist.
Problem bei Linux ist häufig auch das man auf Englisch angewiesen. Anders als bei Windows wird man bei Linux häufig allein gelassen wenn es um Branchensoftware geht, entweder sind Informationen recht spärlich oder so eine Software ist gar nicht erst erhältlich bzw, an lokale Gesetzgebung nicht angepasst. Solange das so ist kann man Linux nur in engen Grenzen empfehlen. Bei Druckern ist es häufig genau so. Was nutzt mir ein perfektes Linuxsystem, wenn der Treiber komplett in Englisch ist und der Anwender damit nicht zurecht kommt? Uch hab ehrlich gesagt auch nicht immer Lust komplett in Englisch gehaltene Manpages zu lesen, da mein Englisch auch nicht das Beste ist (verstehe das gelesene zwar ganz gut, aber wehe es geht ans schreiben ;-) ).
von
@george_toolan
Bei meinem SX525FW, erlaubte der offizille Epson Treiber nur 1200 Auflösung, ohne Renderqualitäteinstellung.
An Gutenprint - ganze 4880 dpi, mit 5 Renderqualitätsstufen. Also, sogar besser als HP!

@hjk
"Uch hab ehrlich gesagt auch nicht immer Lust komplett in Englisch gehaltene Manpages zu lesen"
Na, da fehlt einfach ein Paket mit Manpage Lokalisierung in System. Ausserdem, alle Wege führen zu Archlinuxwiki :)
Für Überforderte gibt es Basketnote, Cherrytree and co :)
Aber, in Wirklichkeit, sind das komplett unterschiedliche Systeme. Bei Linux gibt es ab und zu Zeitbedarf nach Updates - um die Änderungen an sich an zu passen, oder neue Software einstellen zu lernen. Sonst, läuft alles weitestgehen besser als bei Windows - vorausgesetzt man findet die Software, das einem zufriedenstellt. Linux kann die meiste Windowssoftware auch nativ direkt ausführen.
Insgesamt - Geschmackssache, da es ist die _eigene_ Zeit, dass man investiert..

Aber die Drucker an dem Server anzuschliessen bringt nur Profit. Denn gedruckt in diese Konfiguration wird ja sowieso über die gewöhnliche (Windows) Treiber/Fenster, CUPS und Linuxtreiber dienen nur als transparentes Kettenübertragungsmedium von Ethernet auf USB. YMMV...
Beitrag wurde am 20.12.14, 18:45 vom Autor geändert.
von
Ein Server für die Drucker zu nutzen ist nur sinnvoll wenn man dort Berechtigungen verteilen will oder per Script spezielle Drucker einem Nutzerprofil zuteilen möchte. Es gibt auch noch Vorteile wenn der Server die Treiberverteilung in die Hand nimmt, dann sind alle Treiber von einer Version, zumindest bei gleichen Betriebssystemen. Hängt also von der Umgebung und dem Bedarf ab.
Windowssysteme mit vernünftiger Rechteverteilung sind aber genauso wartungsfreundlich. Meist sind es die zusätzlichen Softwarepakete die Probleme bereiten, weniger das Betriebssystem. Linux hat den Vorteil das sein Rechtesystem von Hause restriktiv ist, da bessert MS bei Windows seit Jahren nach ;-)
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