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Code bei Farblasern entschlüsselt

von
Wer genau hinsieht, kann auf seinen Ausdrucken aus dem Farblaser winzige gelbe Pünktchen erkennen, obwohl sie da nicht hingehören. MIC oder "Machine Identification Code" nennen sich diese - aus der Anordnung der Punkte lassen sich Seriennummer, Datum und anderes auslesen.

Code bei Farblasern entschlüsselt von Florian Heise
Seite 1 von 2‹‹12››
von
Hallo!
Ich habe gerade diesen netten Artikel gelesen: Code bei Farblasern entschlüsselt
Und dachte mir, ich schaue einfach mal anhand eines Ausdrucks nach, ob ich auch die gelben Pixel finde. Und siehe da, ich wurde fündig... 8-|

Nun ist der "Code" zwar ein regelmäßiges Muster, aber entspricht nicht den 15x8Pixeln wie bei Xerox, sondern es sind wesentlich mehr und ich kann auch nicht erkennen, wo überhaupt der Anfang wäre.
Es müßte ein HP-Drucker sein (3700 oder 3800), gibts dafür vielleicht auch schon ein "Entschlüsselungstool"?

Gruß, MagicEye
von
Noch (20.2.2008) gibt es kein Entschlüsselungstool für das Muster der HP-Drucker. Es gibt aber einige Fortschritte in der Dekodierung. Wer Zugang zu einem HP-Drucker hat, kann mir dabei helfen (Mail an hatto [at] salesianer [dot] de).
Weiteres zum Thema siehe: de.wikipedia.org/...
seeingyellow.com
www.eff.org/...
Beitrag wurde am 20.02.08, 11:09 vom Autor geändert.
von
"When one person asked his printer manufacturer about turning off the tracking dots, Secret Service agents showed up at his door several days later." [Quelle: seeingyellow.com]

*lol* Der ist gut, fast so wie: "Hilfe, ich wurde von Ausserirdischen entführt"

Aber um mal das Thema ein wenig weiter anzustacheln:

Wozu machst du dir dort die Mühe dieses Muster zu entschlüsseln?
Du wirst genau zwei Informationen in diesem Muster finden, zum einen die Seriennummer des Druckers und zum anderen das aktuelle Datum des Druckes.

Und diese Funktion wurde nur aus einem Grund von den Druckerherstellern hinzugefügt, um Counterfeits nachverfolgen zu können. Zwar gibt es dort weltweit kein Gesetz, welches es die Druckerhersteller dazu zwingt, aber alleine da die Druckqualität heutiger Laserdrucker immer besser wird macht es durchaus Sinn dort vorzubeugen.

Ich persönlich mache mir zu folgenden Themen mehr Sorgen, als mich durch die gelben Pünktchen paranoid machen zu lassen (Zumal kein direkter Personenbezug anhand der Seriennummer möglich ist, Ausser durch den Hersteller selber und der hat eure Daten i.d.R schon):

Mautbrücken, Handyortung, Payback, Schufa - Ich denke da sollte man eher seine Gedanken mal schweifen lassen was dort so passiert.

Grüße Benni
von
"Counterfeits" ?
Was ist der Unterschied zu gewöhnlichen Fälschungen?
von
@Printerchen: ja, der krankhafte Überwachungswahn nimmt immer schlimmere Züge an. Aber in diesem Forum geht es halt mal nicht um Mautbrücken, sondern....TATA.... um Drucker.

Und ich halte Datenschutz auch bei Druckern für wichtig und hoffe, die weißen Rosen von heute schreiben ihre Proteste gegen Unterdrückung und Ausbeutung nicht mit einem MIC-Drucker...


Wer die grundlegenden Freiheiten aufgibt, um vorübergehend ein wenig Sicherheit zu bekommen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit (B. Franklin).
von
@magiceye: Na wie du schon sagst Fälschungen sind "gewöhnlich" ;-)

@Günther: Uhps, da war doch was. Und ich dachte hier würde über die kulturelle Einwirkung der Nachtschattengewächse im Ödland des Ruhrgebietes diskutiert. Aber zurück zum Tusch, ääh Thema:

Auch ich bin ein Fan von meiner Privatsphäre und muß keine unnötigen Informationen nach Aussen tragen. Es sind für mich in der Sache keine Daten nachvollziehbar, denn eine Seriennummer ist im Grunde nichtssagend (und vorallem wer weiß wie er die Seriennummer im Drucker ändert kann eh beliebige Nummern vergeben).
Also da gibt es meiner Meinung nach in der Tat wichtigeres, welchem man dem Vorrang geben sollte.

Grüße Benni
von
@Printerchen: natürlich kannst du auch gern mal über die Solanaceae mit mir diskutieren, kann mich auch da ein bisschen aus. Schließlich landet diese Familie ja fast täglich auf unseren Tischen.

Aber zurück zu den Druckern: Das Problem ist nicht die Seriennummer für sich, sondern deren Verknüpfung mit dir. Sie kann z.B. erfolgen durch:
=> Onlinekauf des Druckers (ist ja dort meist billiger)
=> Kauf mit elektronischer Bezahlung (Visa, EC-Karte etc.)
=> Rechnung auf den Namen ausgestellt (viele können Drucker von der steuer absetzen)
=> Registrierung oder Reparatur des Geräts (oft schon bei der ersten Supportanfrage obligatorisch; Garantie nur bei Registrierung)
usw.
von
Nun, daß die Seriennummer von Druckern beim Kauf mit auf der Rechnung steht halte ich aber für unüblich. Sicher, auch dort gibt es vereinzelt solche Händler die es tun, aber die Regel ist es nicht.
Aber das Hauptproblem hast du selbst schon genannt: Kreditkarte, EC oder sonstige "Bonuskarten", denn die machen eine komplette übersicht über Einkäufe erst möglich. Auch ich kaufe bequemerweise mit meiner EC und Kreditkarte ein, nutze aber aus Prinzip keine Bonuskarten, weil dort definitiv dein Name mit in Verbindung steht.

Klar, hat der Hersteller deines Druckers deine Seriennummer, sonst wäre eine Garantieüberprüfung auch nicht möglich. Aber das selbe funktioniert auch bei sämtlicher anderer Hardware so und dort stellt es überhaupt kein problem dar. Ich bin aber immer noch der Meinung, daß eine simple Seriennummer keinerlei Informationsgehalt gegenüber Dritten hat.
Sicher, wer anhand solcher Daten personenbezogene Dinge generieren will, der schafft das auch, kein Thema. Jedoch ist dieses mit ungeheuerem Aufwand verbunden.

Aber um diese Diskussion nicht ins Unendliche zu treiben, würd ich einfach sagen: Wer es unbedingt Wissen will, daß da auch tatsächlich eine Seriennummer draufsteht, der soll es gerne weiterversuchen, ich schau mir lieber die Gelben Punkte auf den HP-Ausdrucken an und freue mich über die moderne Kunst ;-)

Grüße Benni
von
@Printerchen (und andere): Ich würde mich gerne an dieser modernen Kunst mit erfreuen :-)

Meine konkrete Einladung: Schickt mir einfach Scans von Euren Ausdrucken (es reicht eine Fläche von ca. 5 x 5 cm, mit 600 dpi gescannt) und dazu die Seriennummer des Druckers (sie wird von mir auch nicht veröffentlicht). E-Mail-Adresse siehe oben.
von
Gehört abgestellt. Ich möcht weder auf privaten noch auf dienstlichen Ausdrucken irgendwelche versteckten Botschaften haben. Schon garnicht auf Briefen die verschickt werdem und aber Farbdruck sind. Bei eigener Ablage ists egal aber auf anderem find ich das schlicht unerträglich. Abstellen! Das kann die USA intern so handeln. Aber nicht in D und nicht in der EU. Das ist NSA-Überwachung und zwar ganz konkret!
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