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Testergebnis: Das qualitativ beste Allround-Papier für den Canon_IP5000

Bezüglich des Canon Pixma iP5000 - Fotodrucker (Tinte)

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von
Um den neu erworbenen Tintenstrahler der Marke Canon_IP5000 effizient nutzen zu können, beschloss ich eine Testreihe durchzuführen, in welcher das beste Allround-Papier für diesen Drucker gefunden werden sollte. Geprüft wurde die Qualität des Drucks von Korrespondenz-Text und -Grafik. Zusätzlich druchgeführte Fotoprints (für schnelle und kostengünstige Kontrollausdrucke) flossen zwar nur informativ mit in die Bewertung ein, ergaben aber teils überraschende Ergebnisse.


Ziel:
Ermitteln, welche Papiersorte die besten qualitativen Ergebnisse bei Ausdrucken von Text- und Grafik-Dokumenten im Zusammenhang mit dem Canon_IP5000 liefert. Eine detailierte Plazierung der verschiedenen Papiersorten war nicht vorgesehen.

Durchführung und verwendetes Material:
Geprüft wurden 26 Papiersorten verschiedener Hersteller. Da es sich um einen "Normal-Papier"-Test handelte, waren die Voraussetzungen wie folgt definiert:

1. Höchstgrenze Papiergewicht = 100gr.
2. Höchstgrenze Preis = 15 Euro/500 Blatt
3. Papiersorte musste in einer erweiterten Kategorie "Kopier-/Normal-Papier" eingeordnet sein. Diesem erweiterten Bereich gehörten auch InkJet-Papiere an.

Getestet wurde jeweils ein Ausdruck mit Canon_Original-Patronen und alternativen Geha-Patronen. Die Bewertung erfolgte nach optischer Sichtung mit und ohne Vergrösserungsglass. Verblasste Ausdrucke, unscharfe Textränder und Farbverfälschungen bzw. Verfleckungen wurden nicht akzeptiert.

Ergebnis:
Die anfängliche Befürchtung, für jede Anwendungsart (Text, Grafik u. Kontakt-Foto) eine jeweils andere Papiersorte verwenden zu müssen um optimale Ausdrucke zu erhalten, bewahrheitete sich nicht. Von allen geprüften Papiersorten lieferte alledings nur eine Einzige Spitzenergebnisse in allen drei Kategorien. Fünf weitere Sorten meisterten Text- & Grafikdruck ebenfalls sehr gut, schnitten bei den Fotoarbeiten aber teilweise erbärmlich ab. Alle anderen Papiere fielen schon bei der Sichtung der Text- und Grafik-Drucke durch. Insofern kann man tatsächlich behaupten, dass der Canon_IP5000 sehr wählerisch im Zusammenhang mit seinen "Kommunikationspartnern" ist.

Die überzeugensten Ergebnisse in allen drei Test-Kategorien und somit bestes Allround-Papier ist die Sorte "Bright White Inkjet Paper; 100gr.; 720dpi; Produktnr. 2566" des Herstellers "Avery Zweckform" zum Preis von "8 Euro/500 Blatt". Die Qualität der Ausdrucke sind sowohl mit Original-, als auch mit Geha-Tinte wirklich beeindruckend. Der Textdruck ist von einem guten Laser-Print nicht mehr zu unterscheiden - sehr scharfe Schriftränder, keiner Satelitentröpfen. Grafiken werden kontrastreich und ohne ungewollte Farbverläufe ausgegeben. Die Fotoausdrucke sind brilliant und farbecht. Diese sehr guten Ergebnisse werden in der Druck-Einstellungen "Medientyp: Normal-Papier" erreicht. Bei der Medientyp-Einstellung "Hochauflösendes Papier" verringert sich die Druck-Qualität drastisch.

Anmerkungen:
Es ist schon erstaunlich, zu welchen qualitativen Leistungen der IP5000 mit dem richtigen Papier fähig ist. Genau dort liegt allerdings auch der Haken. So gut der Canon auch ist - er ist mindestens ebenso wählerisch. Je nach verwendeter Papiersorte waren die Ausdrucke entweder katastrophal und schlichtweg nicht zu gebrauchen, oder gerade noch so akzeptabel aber qualitativ sogar unter den Ergebnissen eines veralterten HP_845. Eine grosse Enttäuschung war auch das Canon-Original-Papier_80gr., welches zwecks Vermeidung weiterer Rufschädigung eigendlich sofort vom Markt genommen werden sollte. Dass die werbeträchtigen DPI-Bezweichnungen reine Augenwischerei und kein Qualitätsmerkmal sind, ist ja bekannt. Wie ich leider feststellen musste, kann man sich in der Papier-Branche inzwischen auch nicht mehr auf eine interne Produktpalette eines Hersteller verlassen. Avery/Zweckform tritt hier den besten Beweis an: Die Papiersorte 2566 ist die Einzige dieser Firma, welche in diesem Test gute Ergebnisse geliefert hat. Der Kauf anderer Avery-Sorten ist - zumindest im Zusammenhang mit dem getesteten Canon-Drucker - reine Geldverschwendung...

-RaMaTz-
Beitrag wurde am 21.10.04, 17:09 vom Autor geändert.
Seite 2 von 4‹‹1234››
von
@RaMaTz
Vielen Dank für die ausführliche Antwort!
von
Hallo,

eine Frage beschäftigt mich noch. Wie kann ein 720dpi-Papier so gut abschneiden? Okay, du schneidest es schon an: (verkürzt) dpi = reine Augenwischerei, aber ein untertreiben des Papierherstellers scheint doch wenig wahrscheinlich, oder?

Grüße
von
Also kann man sagen, dass das Papier "Bright White Inkjet Paper; 100gr.; 720dpi; Produktnr. 2566" des Herstellers "Avery Zweckform" das beste für Texte und Grafiken mit dem ip 5000 ist. Kann man das auch für den ip 4000 sagen? Und welches ist das beste Fotopapier für diese Drucker? Ich nutze das canon professional fotopaper, gibts besseres?


mfg
STRAT
von
Das InkJet-Papier, das für den iP5000 geeignet ist, ist auch für den iP4000 geeignet.

Fotopapier gibts wohl kaum ein spürbar besseres, nur ein spürbar günstigeres bei gleicher Druckquali, nämlich von Epson.
von
Warum kann denn eigentlich ein "nur" 720 dpi papier das beste sein?



STRAT
von
@Chrisi u. STRAT:
~~~
eine Frage beschäftigt mich noch. Wie kann ein 720dpi-Papier so gut abschneiden?
~~~

~~~
Warum kann denn eigentlich ein "nur" 720 dpi papier das beste sein?
~~~

Um diesem Umstand zu erklären, wäre es hilfreich erst einmal den Zusammenhang der Faktoren Papier-DPI-Angabe «-» Druckqualität anhand eines Beispiels zu verdeutlichen:

Wir nehmen zur Darstellung zwei Computersysteme und betiteln sie mit C1 + C2. In C1 ist ein Intel P4-Prozessor mit einer Taktrate von 2,4GHz verbaut. C2 verfügt über einen CPU des gleichen Typs - allerdings mit 3,0GHz getaktet. Der Prozessor ist bekanntlich das massgebliche Bauelement für den Ablauf sämtlicher Arbeitschritte einer Rechnereinheit. Somit ist es nur logisch, dass der Computer mit dem höherwertigen CPU das bessere System darstellt. Überraschenderweise wird nun die Behauptung aufgestellt, dass C1 trotz geringerer Prozessor-Leistung der schnellere Computer sei. Wie ist das möglich? Die Antwort kennen wohl die meisten Leser: Ein CPU ist nicht der einzige Faktor welcher für eine hohe Rechner-Geschwindigkeit ausschlaggebend ist, sondern trägt "nur" etwa 1/3tel zum Endergebnis bei. Erst ein harmonisches Zusammenspiel aller beteiligter Elemente (Speicherausbau, Grafikkarte, HD, Software, ...) garantieren eine optimale Ausnutzung der verfügbaren Resourcen und somit eine hohe Verarbeitungs-Performance. Der schnellste Prozessor ist nutzlos, wenn andere Faktoren einen Flaschenhals darstellen.

Dieses Beispiel lässt sich nun auf den Bereich Druckmedien übertragen. Nur hierbei heißen die Faktoren nicht GHz, CPU oder Festplatte sondern DPI, Papiermaterial bzw. -beschichtung, Tinten-Beschaffenheit/Viskosität und Druckausführung. Die DPI-Angabe sagt aus, bis wieviele "Dot´s per Inch" die Papierbeschichtung unter optimalen Bedingungen sauber, kontrastreich und ohne Vermengung/Verlauf mit den Nachbar-Dot´s darzustellen vermag. Ein Papier mit 600/1200dpi hätte hierbei "eine Leistung" von 57.000/230.000 Farbpunkten pro Quadratzentimeter. Mit meiner Aussage "DPI-Bezeichnungen sind eine werbeträchtige Augenwischerei" meinte ich nicht, dass diese Angabe an sich völlig nutzlos ist. Selbstverständlich stellt das Papier mit der höheren DPI-Betitelung (in den meisten Fällen) einen Mehrwert dar. Ob man diesen Mehrwert auf dem eigenen Drucker auch wirklich nutzen kann, ist allerdings eine ganz andere Frage. Die DPI-Zahl sagt nämlich Nichts darüber aus, ob das Papier mit den Druckeigenschaften des Tintenstrahlers und der Rezeptur/Viskosität der verwendeten Tinte harmoniert oder nicht. Genau wie beim obigen Computerbeispiel kommt es nicht nur auf einen einzigen Faktor (in diesem Zusammenhang die Papierbeschichtung), sondern auf das Zusammenspiel bzw. die harmonische Abstimmung aller beteiligten Faktoren an.

Bei der harmonischen Abstimmung spielen mehrere Punkte eine Rolle:

- Die Viskosität einer Tinte muss zu einer Papierbeschichtung passen. Normal-/Kopierpapier darf die Tinte nicht zu schnell oder zu langsam aufsaugen, da es sonst zu einer Ausbleichung bzw. einer zu hohen Sättigung der Farben (incl. Schwarz) kommt. Bei beschichteten Fotopapier ist eher dessen Kohäsionseigenschaft ausschlaggebend, damit die Tintentropfen am Auftreffpunkt festgehalten werden und nicht verlaufen.

- Die chemischen Beschaffenheiten von Tinte und Papierbeschichtung müssen zueinander passen, so dass keine unerwünschte chemische Reaktion eintritt. Ein gutes Beispiel ist das momentan im Verkauf befindliche Aldi-REX-Papier. Im Zusammenspiel mit der alternativen Geha-Tinte entsteht eine sehr starke homogene Farbverfälschung in den Grünbereich.

- Bezüglich der Druckeigenschaften eines Druckers ist die Saugfähigkeit einer Papierbeschichtung im Zusammenhang mit der Austrittsgeschwindigkeit der Tintentropfen ebenfalls sehr wichtig. Der mit hoher Geschwindigkeit austretende heisse Tintentropfen trifft mit Wucht auf das Papier. Nur wenn die Beschichtung in der Lage ist direkt nach Auftreffen des Tropfens ausreichend Tintenmaterial aufzunehmen, resultiert daraus ein klarer scharfkantiger Druckpunkt. Andernfalls hat man den Effekt eines mit Wasser gefüllten Luftballons auf Betonboden - ein Teil des Materials spritzt im näheren Umfeld herum und entstehen unscharfe Punktränder und die bekannten Satelitentröpfchen (wobei diese allerdings überwiegend andere Ursachen haben).

Es gibt noch mehr Punkte welche die Qualität eines Ausdrucks beeinflussen können, aber dies würde hier zu weit führen. Zusammenfassend kann man sagen:

- Ein Papier mit höherer DPI-Angabe hat (in den meisten Fällen) eine höherwertige Beschichtung. Allerdings ist sie kein Garant für eine bessere Ausgabequalität des heimischen Druckers.

- Ein Papier mit niedrigerer DPI-Zahl kann u.U. besser mit dem eigenen Drucker harmonieren, als ein Medium mit höherer DPI-Angabe.

Abschliessend möchte ich nochmals darauf hinweisen, dass der von mir durchgeführte Test durch festgelegte Kriterien eingeschränkt war. Es sollte ein Standart-/Normalpapier für die tägliche Korrespondenz und sonstigen Gebrauch mit einem akzeptablen Preis gefunden werden. Es ist sehr wahrscheinlich, dass andere hochwertig beschichtete InkJet-Sorten mit höheren DPI-Zahlen noch klarere Druckergebnisse liefern. Allerdings dürfte bei diesen Produkten das Test-Kriterium 15Euro/500Blatt kaum zutreffen. Von Lotto-Millionären abgesehen, dürfte wohl kein normaler Anwender bereit sein mehr Geld für ein Papier zum Zwecke des täglichen Gebrauchs auszugeben.

-RaMaTz-
Beitrag wurde am 02.11.04, 11:38 vom Autor geändert.
von
@ Ramatz

Alles klar, danke für diese ausführliche Erklärung =)
Bei dem Preis kann ich dir nur recht geben, mehr wäre ich auch nicht bereit zu zahlen.


mfg
STRAT
von
Danke nochmal für den tip, hab mir das besagte Papier nun geholt und es ist wirklich top! =)



STRAT
von
Habs mir jetzt auch geholt und kann den Test nur bestätigen - absolut Top die Kombination (habs mit dem i865 und dem 4000er getestet) - die 6,99€ die Mediamarkt dafür haben will, ist es auf alle Fälle wert.
von
@ RaMaTz

Wow, super Test, ich habe zwar privat auch schon diverse Sorten ausprobiert, bin "zufällig" auf das gleiche Ergebnis gekommen. allerdings hatte ich bei weitem nicht so viele Sorten im Versuch.....

Nett vorallem das Du dein Wissen / deine Erfahrungen allen zur verfügung stellst, soweit hatte ich nicht gedacht.

Ich habe, seit es meinen i865 geröstet hat, seit ca. 2Wochen einen IP5000 und drucke fast nur auf Normalpapier, die paar Fotos fallen bei mir nicht ins Gewicht und für CD oder DVD Cover langt Normalpapier allemal, zumal die Vorlagen meist in schlechter Qualität sind.

Ich verwende übrigens nur Originaltinte, mitgebracht aus GB nur ~5€ pro...
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