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ICM aktivieren oder deaktivieren ?

Interesse am Canon Pixma iP5200: Drucker (Tinte) mit Farbe, Randlosdruck, nur USB, Duplexdruck, CD/DVD, 2 Zuführungen (300 Blatt), kompatibel mit CLI-8BK, CLI-8C, CLI-8M, CLI-8Y, PGI-5BK, 2005er Modell

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von
Hallo,

also das mit dem Farbmanagement ist mir immer noch nicht 100%ig klar geworden, was genau passiert denn nun wenn ich bei meinem Druckertreiber ICM aktiviere bzw. was wenn ich es deaktiviere. Was muss ich in Photoshop genau einstellen um den Drucker dazu zu bringen die gleichen Farben zu drucken, die im Quellbild enthalten sind ? Soll ich mit Photoshop dem Bild ein Profil zuweisen oder lieber nicht ? Soll de Drucker das Farbmanagement bestimmen oder Photoshop ?
von
sehr interessante Frage - da würd ich gerne noch etwas anhängen. Wenn ich nun meinen Monitor kalibriert habe, bringt mich das bei Drucken weiter? Muss der Drucker auch noch kalibriert werden?
Wenn ja wie/wo, Kosten etc? :) Gruß Gringo
von
Es kommt auf die Anwendung an. Meiner Meinugn nach braucht man im Heimbereich nichts zu kalbrieren, jedenfalls nicht mit teuren Werkzeugen wie Farbmessgeräten usw.
Ein Profil für die einzelnen Geräte sollte man aber schon installieren. Für den Monitor reicht i.d.R. die Kalibrierung mit Adobe Gamma aus oder man nimmt das vom Hersteller mitgelieferte Profil. Aber natürlich darf man von einem Billigst-Monitor von Aldi keine Wunder erwarten.

Also was tun die Farbprofile? Jedes Ein- und Ausgabegerät (Scanner, Drucker, Monitor usw.) hat eine andere Farbwiedergabe. Beim Drucker kommen zur Tinte an sich noch erschwerend verschiedene Papiersorten dazu, die ihrerseits den Farbeindruck nochmal verändern.

Um überhaupt mal einen Anhaltspunkt zu haben, von welcher Farbe eigentlich die Rede ist, gibt es genau definierte Farbräume wie CIELab. Will man nun z.B. einen Monitor eine Farbe aus einem bestimmten Farbraum anzeigen lassen, dann bekommt man wahrscheinlich eine davon abweichende Farbe. Hier setzt das Farbprofil an: Durch eine Farbmessung wird ermittelt, welcher Unterschied zwischen Soll- und Istfarbe besteht. Aus der gemessenen Abweichung kann man errechnen, welche Farbe man am Monitor stattdessen anzeigen lassen muß, um die eigentlich gewünschte zu bekommen (jedenfalls so gut wie möglich). Genau diese Informationen sind im Geräteprofil gespeichert.

Das heißt also jedes Gerät sollte ein individuell angepasstes Farbprofil haben, um die eigenen Farbabweichungen auszugleichen. Da sich alle Geräte bei der Korrektur am gleichen Standard orientieren, sollte das Ergebnis dann überall etwa gleich aussehen. Natürlich gibt es grundlegende Unterschiede zwischen Monitor und Drucker, wegen der unterschiedlichen Farbmischung (RGB und additiv beim Monitor, CMYK und subtraktiv beim Drucker), die sich nicht beseitigen lassen. Einmal sind vom Papier reflektierte Farben nie so brilliant, wie die auf dem Monitor. Zum anderen kann man mit CMYK nicht alle Farben drucken, die mit RGB darstellbar sind.

Wenn du im Druckertreiber ICM aktivierst, wählt der Treiber das am besten passende Profil anhand der eingestellten Papiersorte, Druckqualität usw. selber aus und führt beim Druck die entsprechende Farbkorrektur aus. Beim Druck aus Photoshop muß dann "Drucker bestimmt Farben" gewählt werden.
Das Gegenstück dazu ist "Photoshop bestimmt Farben". In diesem Fall führt Photoshop die Farbkorrektur durch und läßt dich das zu verwendende Profil auswählen. Dann muß aber das ICM im Treiber ausgeschaltet sein. Wenn beides aktiv ist, wird zweimal korrigiert, dabei kommt nichts vernünftiges raus.

Die Korrektur durch Photoshop ist flexibler, weil man hier auch selbsterstellte Farbprofile auswählen kann. Ein Photoshop-Plugin, mit dem man Drucker-Farbprofile editieren kann, ist z.B. AMS Color Darkroom. Hier wird nur "nach Sicht" anhand einer Farbkarte korrigiert, was für den Heimbereich aber ausreichend sein sollte. Ich habe damit den Ausdruck auf Epson Premium Glossy Papier so angepasst, daß der vom Papier erzeugte Grünstich recht gut ausgeglichen wird.
Beitrag wurde am 03.11.06, 02:28 Uhr vom Autor geändert.
von
Sehr gute Antwort, danke dir.
Dann werde ich ICM erstmal deaktivieren und bei Farbe im Druckertreiber statt "manuell" und "ICM aktiviert", "automatisch" und "ICM deaktiviert" wählen, richtig so ?
Was passiert, wenn ich unter Photoshop nicht "Druck mit Vorschau" wähle, sondern direkt zum Drucken übergehe (dort habe ich ja nicht die Auswahlmöglichkeit welche Komponente nun die Farben bestimmen soll) ? Druckt Photoshop dann trotzdem mit Farbmanagement oder ist das Endprodukt dann wieder eher zufällig ?
Im Internet stand auf einer Kalibrierungsseite, dass man für Drucker und Monitor ein gleiches Profil wählen soll, z.b. AdobeRGB1998, das habe ich getan, ist das ok oder falsch. CMYK-Profile akzeptiert mein Drucker z.b. nicht, nur RGB Profile.
von
AdobeRGB1998 ist ein Farbraum, weniger ein gerätespezifisches Profil, bei unterschiedlichen Farbräumen verschiedener Geräte treten Sättigungseffekte auf, wenn Farben aus dem einen Farbraum im anderen nicht dargestellt werden können. Consumer Tintendrucker werden alle über RGB angesteuert, und die Umsetzung in die CMYK Tintenfarben macht der Druckertreiber, nur bei Profidruckern gibt es andere Druckmethoden und Software/RIP\'s etc, kein Thema für zu Hause. Die Standarddruckertreiber in Verbindung mit Originaltinten und Originalpapier bieten eine gute Farbausgabe, wenn das nicht der Fall ist, liegt das am Monitor, dem man häufig versucht entgegenzukorrigieren, und dann hat der Druck einen Farbstich. Dann hilft es , den Monitor dem Druck anzupassen, Powerstrip ist da sehr hilfreich. Die einzig richtige Lösung ist jedoch die Kalibierung von Monitor und Drucker, wenn man hohe Ansprüche hat. Ich kann nur empfehlen, sich um Monitor- und Druckerkalibration zu kümmern bei höheren Ansprüchen. Monitorkalibrierung mit eigenem Farbmesser liegt zwischen 100 - 200 €, verschiedene Verfahren der Farbmessung/Beurteilung für Drucker fängt bei ca 100 € an, und ist nach oben in den prof. Bereich nahezu unbegrenzt. Für Drucker - jeweils eine bestimmte Tinten/Papierkombination - gibt es viele Dienstleister, die einzelne ICM - Farbprofile erstellen, so ab 20€, dann ist kein eigenes Gerät erforderlich, und auch nicht die dazugehörige Software, da nur ein standardisierter Farbausdruck zum Messen erforderlich ist. Ich kann nur sagen, ich habe die entsprechenden Geräte von Colorvision, ich bin zufrieden, und flexibel, ich kann mit Fremdtinten auf das Papier drucken, dass mir gefällt hinsichtlich Oberfläche oder Preis, und die Ersparnisse haben die Geräte mehr als bezahlt. Ich kann den Anforderungen entsprechend auch Kombinationen nutzen, die so vom Hersteller nicht vorgesehen sind, z.B. Pigmenttinten im R220, und da alles farbrichtig mit eigenem Profil. Und ich kann auch mit \'Billigtinte\' gute Ausdrucke machen, wenn es nicht auf das letzte Bit an Farbsättigung ankommt.
von
Ok, aber eins verstehe ich immer noch nicht, was soll ich denn nun für ein Farbprofil beim Drucker nehmen ?
Irgendwie sind nur die von Windows vorinstallierten Farbprofile auf meinem Rechner, ich habe den Canon Pixma IP5200 installiert und habe nicht festgestellt, dass ein oder mehrer Farbprofile mit installiert wurden, die man benutzen sollte. Habe ich da was übersehen ?
von
Ok, eins nach dem anderen:

"Dann werde ich ICM erstmal deaktivieren und bei Farbe im Druckertreiber statt "manuell" und "ICM aktiviert", "automatisch" und "ICM deaktiviert" wählen, richtig so ?"

Nicht ganz. Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich vermute, daß der Treiber bei Einstellung "automatisch" selber noch irgendwelche Korrekturen macht. Am sichersten fährst du, wenn du auf manuell stellst, dann aber ICM deaktivierst und auch alle anderen Verbesserungen in diesem Fenster abschaltest (Bildtyp auf "Keine", Helligkeit auf Normal, alle Farbregler in der Mitte).

"Was passiert, wenn ich unter Photoshop nicht "Druck mit Vorschau" wähle, sondern direkt zum Drucken übergehe (dort habe ich ja nicht die Auswahlmöglichkeit welche Komponente nun die Farben bestimmen soll) ? Druckt Photoshop dann trotzdem mit Farbmanagement oder ist das Endprodukt dann wieder eher zufällig ?"

Das kann ich jetzt auf Anhieb gar nicht beantworten, weil ich es nicht mehr benutzt habe, seit ich den iP5200 habe und randlose Fotos drucke. Ich benutze immer die Vorschau, schon um die Bilder nach meinen Wünschen plazieren zu können. Das Handbuch sollte da Aufschluß geben.

"Im Internet stand auf einer Kalibrierungsseite, dass man für Drucker und Monitor ein gleiches Profil wählen soll, z.b. AdobeRGB1998, das habe ich getan, ist das ok oder falsch."

Ich halte das für falsch. Wie Ede-Lingen sagt, ist AdobeRGB1998 ein Farbraum, kein Korrekturprofil. Es wäre reiner Zufall, wenn dieses Profil brauchbare Korrekturen ergeben würde, und das auch noch bei zwei grundverschiedenen Geräten. Dieses Profil wird eher in Photoshop zur Bearbeitung eines Bildes innerhalb dieses Farbraums benutzt.

"CMYK-Profile akzeptiert mein Drucker z.b. nicht, nur RGB Profile."

Das ist normal, da der Treiber mit RGB-Daten arbeitet und erst die tatsächlichen Druckdaten in CMYK umwandelt.
Grundsätzlich ergibt es keinen Sinn, dem Drucker oder Monitor IRGENDEIN Profil zuzuweisen. Profile müssen speziell an dieses Gerät angepasst sein, nur dann wird ein Schuh daraus.

"Irgendwie sind nur die von Windows vorinstallierten Farbprofile auf meinem Rechner, ich habe den Canon Pixma IP5200 installiert und habe nicht festgestellt, dass ein oder mehrer Farbprofile mit installiert wurden, die man benutzen sollte. Habe ich da was übersehen ?"

Offenbar schon. Schau mal in den Ordner C:\WINDOWS\system32\spool\drivers\color\
Da sind alle Profildateien abgelegt. Die für den iP5200 beginnen alle mit CNB79...
Um zu erfahren, welche Datei für welches Papier und welche Qualität ist, mußt du die Profilinformationen aufrufen: Rechtsklick auf die Profildatei, Eigenschaften, dann Klick auf die Karteikarte "Profilinformationen". Da steht dann z.B.: "Canon iP5200 PR1". PR1 bedeutet: Professional Fotopapier, Druckqualitätsstufe 1. Es gibt dann noch MP (Mattes Fotopapier) und SP (Seidenmattes Papier). Welches Profil bei anderen Papiersorten zum Einsatz kommt, weiß ich nicht. Da hilft wohl nur Probieren.
Jedenfalls: Diese Infos werden dir auch in Photoshop in der Druckvorschau angezeigt. So kannst du dort das richtige Profil auswählen.
Beitrag wurde am 05.11.06, 10:44 Uhr vom Autor geändert.
von
Wo würde man denn diesen ICM-Kram, die Farbregler etc. finden? In meinem iP5200-Druckertreiber finde ich zum Thema Farbmanagement nur den im Anhang gezeigten Karteireiter (= Farbprofil automatisch/manuell).
Beitrag wurde am 07.11.06, 17:57 Uhr vom Autor geändert.
von
In den ganz normalen Druckeinstellungen des Treibers, wie du sie vor jedem Ausdruck einstellen kannst. Also da, wo man auch Papiersorte, Druckqualität usw. einstellt. Das Bild, das du angehängt hast, zeigt nicht die Druckeinstellungen, sondern die Geräteeigenschaften.

Klicke in den Treibereinstellungen auf der Karteikarte "Optionen" im Abschnitt "Farbe/Intensität" auf "Manuell" und dann daneben auf "Einstellen...", dann wird der entsprechende Einsteller geöffnet.
von
Danke, hab's gefunden!
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