HP für Microsoft 365 Copilot

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Ab dem Frühjahr 2026 sollen sich viele Laserjet- und Pagewide-Drucker der Enterprise-Serie von HP um KI-Funktionen erweitern lassen. Die vorgestellte Lösung bietet eine nahtlose Integration direkt in die Bedienoberfläche des Druckers. Ermöglicht werden damit die Texterkennung, Übersetzungen und Zusammenfassungen von Dokumenten. Neben einem "Copilot"-Abo ist zudem auch eine kostenpflichtige Workpath-App nötig.

Erschienen am 8. Januar 2026 bei Druckerchannel.de, 1 Seite(n)

https://www.druckerchannel.de/artikel.php?ID=5367


Umfassende KI-Erweiterung für professionelle HP-Multifunktionsdrucker

HP hat auf der CES (6. bis 9. Januar 2026 in Las Vegas) für ausgewählte Bürodrucker eine Integration mit der KI-Lösung "Microsoft 365 Copilot" angekündigt.


Die Einrichtung erfolgt über eine Workpath-App (so nennt sich der App-Store für HP-Drucker), was wiederum eine Futuresmart-Firmware (ab Version 4.9) voraussetzt. Das klappt derzeit mit 275 aktuellen und älteren professionellen Druckern der Serien "Laserjet Enterprise" oder auch "Pagewide Enterprise". Als Einzelgänger wird zudem auch der Dokumentenscanner Scanjet Enterprise Flow N9120 fn2 unterstützt. Nicht alle der aufgeführten Modellversionen sind auch in Europa erhältlich.

Ein "normaler" Officejet, Laserjet Pro oder gar Envy bleibt also außen vor. Für Privatkunden hat HP bereits im Oktober einfache KI-Lösungen für die Integration in die Windows-App angekündigt. Diese sollen in den kommenden Wochen umgesetzt werden.

HP für Microsoft 365 Copilot

Wie die als "HP für Microsoft 365 Copilot" getaufte Lösung für geschäftliche Kunden genau umgesetzt wird, ist noch unklar. Laut HP werden Copilot-Funktionen jedoch direkt auf dem Bedienpanel eingeblendet, die den Multifunktionsdrucker somit um Funktionen zur Texterkennung, Ersetzung oder auch inhaltlichen Zusammenfassung von gescannten Dokumenten erweitern.

Ebenfalls ermöglicht werden soll eine Vorschlagsfunktion für Dateinamen in Abhängigkeit vom analysierten Inhalt. Die Speicherung oder auch der Zugriff auf Dateien sollen sowohl in den Microsoft-Produkten "Onedrive" als auch "Sharepoint" möglich sein.

Auch wenn HP bei der Übersetzungsfunktion von "geräteintern" spricht, dürften sämtliche Funktionen über die Cloud ablaufen. Insbesondere die älteren kompatiblen Geräte dürften bei weitem nicht die notwendigen Ressourcen für eine eigenständige Verarbeitung bieten.

HP betont, dass dabei "Sicherheit auf Unternehmensniveau" gilt. Das beinhaltet die Druckerschutzfunktionen von HP selbst ("Wolf Security") und die "bewährten" Standards von Microsoft. Zum physischen Ort der dauerhaften oder temporären Speicherung der Daten macht HP keine Angaben. Microsoft hat an anderer Stelle für 2026 Datenzentren für und in Europa angekündigt. Anzumerken bleibt jedoch, dass man mit Microsoft für die Verarbeitung und/oder Speicherung von sensiblen Daten einen Cloudanbieter mit Sitz in den USA nutzt, der sich somit entsprechend auch an US-amerikanisches Recht halten muss.

Start im Frühjahr und kostenpflichtige App

Notwendige Voraussetzung ist ein Copilot-Abo bei Microsoft. Die App für die Erweiterung seitens HP ist kostenpflichtig und wird über HP-Partner im Rahmen des "Workpath Premium Bundle" vertrieben. Der Start ist für das "Frühjahr 2026" avisiert.

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