IFA 2015: Brother MFC-J480DW, DCP-J562DW/J680DW/J880DW

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Brother zeigt vier Tintendrucker ohne A3-Einzug im neuen Gehäuse. Dieses fällt äußerst kompakt aus und soll laut Brother solider konstruiert sein. Je nach Modell gibt es einen hinteren Einzelblatteinzug - dafür entfällt der CD/DVD-Druck.

Erschienen am 8. September 2015 bei Druckerchannel.de, 1 Seite(n)

https://www.druckerchannel.de/artikel.php?ID=3628


Kompakte Tintendrucker mit Einzelblattzufuhr

Erstmals auf der Internationalen Funkausstellung "IFA" (noch bis Mittwoch, 9. September in Berlin) zeigt Brother neben allen aktuellen Druckern für Endverbraucher auch seine neue Einstiegsklasse im Tintenbereich.

Die vier neuen Modelle DCP-J562DW (ohne Fax), MFC-J480DW, MFC-J680DW und MFC-J880DW entsprechen funktional und preislich weitgehend den Vorgängermodellen. Neben einigen Einschränkungen, wie dem langsameren Drucktempo bei den kleineren Modellen und dem nicht mehr vorhandenen CD/DVD-Druck gibt es nun auch einen zusätzlichen Einzug für einzelne Medien von hinten. Dies ist nützlich, wenn man nur sporadisch dickes Fotopapier, Etiketten oder auch Briefumschläge bedruckt.

Neues Gehäuse in Quaderform

Auffällig ist das neue Gehäuse, das etwas an die Expression-Serie von Epson erinnert. Die kompakte Umsetzung bietet weniger Fläche für Staub als bisher und bietet dennoch eine echte geschlossene Papierkassette, eine Duplexeinheit und sogar einen ADF (außer beim DCP-Modell), der jedoch keine automatischen doppelseitigen Scans anfertigen kann.

Das Bedienpanel samt Display ist weiterhin neigbar und kann bei Nichtbenutzung platzsparend eingeklappt werden. Ärgerlich ist jedoch, dass Brother das Strom- und Faxkabel nicht nach hinten, sondern seitlich nach links führt - dies benötigt unnötigerweise zusätzlichen Platz. Von der Breite und Tiefe ist unter den Geräten mit Fax lediglich der Epson Expression Premium XP-830 kompakter, wenn jedoch auch durch seinen DADF rund zwei Zentimeter höher.


Brother DCP-J562DW (ohne Fax)

Der 150 Euro teure DCP-J562DW löst den DCP-J552DW ab und kann wie gehabt Papier aus der 100-Blatt-Kassette automatisch doppelseitig bedrucken. Einzelne Blätter, Umschläge oder Etikettenbögen können von der neuen Zufuhr von hinten eingezogen werden. Für Fotopapier im Postkartenformat gibt es eine zusätzliches Fach innerhalb der Kassette.

Gegenüber dem Vorgänger fällt das langsamere Farbdrucktempo (6 statt 10 ipm) auf. Beim Textdruck in Schwarz bleibt es bei 10 Seiten je Minute nach Iso-Messung.

An Druckaufträge kommt das Gerät über USB oder Wlan und alternativ auch von Speicherkarte. Für die Bedienung des Gerätes oder der Fotovorschau dient das 2,7 Zoll große Farb-Touchdisplay.

Brother MFC-J480DW, -J680DW und -J880DW (mit Fax und ADF)

Die Mehrzahl der Geräte sind bei Brother traditionell mit Fax und ADF ausgestattet. Diese MFC-Modelle beginnen mit dem kleinen MFC-J480DW, der für rund 140 Euro der Nachfolger vom MFC-J470DW wird. Wie bereits beim MFC-J562DW hat Brother das Farbdrucktempo reduziert. Wie auch schon beim Vorgänger gibt es zudem kein Fotopapierfach, keinen Speicherkartenleser und keine Einzelblattzufuhr. Das Display ist mit 1,8 Zoll deutlich kleiner und ist nicht als Touchscreen ausgeführt.

Der MFC-J680DW bietet für rund 180 Euro als Nachfolger des MFC-J650DW wieder den vollen Funktionsumfang. Neben dem Fotopapierfach und dem Einzelblatteinzug ist das auch der 2,7-Zoll-Touchscreen. Weiterhin gibt es einen Host-USB-Anschluss, auf dem auch Scans abgelegt werden können. Der Dokumenteneinzug (ADF) ist für 20 Blatt ausgestattet und ist leider nicht in der Lage, die eingelegten Vorlagen selbstständig zu wenden.

Das neue Spitzenmodell wird der MFC-J880DW für rund 200 Euro. Der Neuling löst den MFC-J870DW ab und bietet dabei nicht nur Mehrwerte. So ist der Vorgänger das nunmehr letzte Brother-Modell mit einem Einzug für speziell beschichtete CD oder DVD-Rohlinge. Diese Funktion bieten nur noch Canon, wie beim MX925 oder Epson mit dem XP-830. Da das Interesse an optischen Speichermedien ohnehin sinkt, ist der Schritt verständlich. Im Gegenzug bietet Brother auch den neuen Einzelblatteinzug für Spezialmedien von hinten.

Verbrauchsmaterialien und Folgekosten

Mit den neuen Modellen ist der Wechsel von den bisherigen LC-121/LC-223-Kartuschen zu den LC-220er-Patronen vollzogen. Die großen Kartuschen mit der Endung 5 oder 7 lassen sich jedoch nicht einsetzen. Neu hingegen sind die LC-221-Patronen mit geringer Reichweite. Nach wie vor setzt man auf ein System von drei Farb-Dyetinten und einer pigmentierten Schwarzkartusche, die auf Glanzpapieren nicht zum Einsatz kommt.

Die neuen Kartuschen sind allesamt etwas günstiger geworden, bieten jedoch auch eine geringere Reichweite als bisher. Im Vergleich zur Konkurrenz fallen die Folgekosten hoch aus. Dies gilt besonders für den reinen S/W-Textdruck.

Ähnliche Canon-Pixma-Modelle wie der MX925 mit Einzelpatronen sind fast fünfzehn Prozent günstiger, bezogen auf die ISO-Messung. Spezielle Bürodrucker mit Pigmenttinte, wie der Epson Workforce WF-3620DWF oder auch der HP Officejet Pro 6830 drucken deutlich günstiger.

Druckkostenanalyse 04/2024*1
Seitenpreis mit
'ISO-Farbdokument'*2 (10.000 Seiten)
Seitenpreis mit
'Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument'*3 (10.000 Seiten)
   
Epson Workforce WF-3620DWF
 
 
11,5 ct
 
 
2,5 ct
Canon Pixma MX925
 
 
11,7 ct
 
 
3,0 ct
Canon Pixma MG5750/MG6850
 
 
12,8 ct
 
 
4,1 ct
HP Officejet Pro 6830
 
 
14,2 ct
 
 
4,4 ct
Brother MFC-J870DW (Vorgänger)
 
 
15,1 ct
 
 
4,9 ct
Brother DCP-J480DW, MFC-J480DW/J680DW/J880DW
 
 
15,7 ct
 
 
5,0 ct
Expression Premium (2015)
 
 
16,0 ct
 
 
5,5 ct
Canon Pixma MG3650
 
 
16,5 ct
 
 
8,5 ct
Epson Workforce WF-2660DWF
 
 
18,0 ct
 
 
4,2 ct
Expression Home (2015)
 
 
19,8 ct
 
 
6,1 ct
HP Officejet 3830
 
 
21,3 ct
 
 
8,8 ct
HP Envy 5640
 
22,0 ct
 
 
8,5 ct
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Verfügbarkeit und Garantie

Alle vier Modelle sollen in den kommenden Wochen in den Handel gelangen und ihre Vorgängermodelle direkt ablösen. Wie auf alle Geräte von Brother bietet der Hersteller eine Garantie von drei Jahren ab Kauf. Um diese in Anspruch zu nehmen, reicht eine Registrierung innerhalb dieses Zeitraums.

*1
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Preise

Alle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).

Kosten & Starterreichweite

In die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.

*2
ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712): A4-Farbdokument (fünfseitig) auf Normalpapier in Standardqualität.
*3
Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712 (nur SW)): Mit diesem fünfseitigen Dokument sind Tintendrucker und Farblaser getestet.

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