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Fespa 2013 – Large Format Print im Fokus: Eine Frage des Formats

In diesem Jahr fand die Großformatdruck-Messe Fespa in London statt. Im Brennpunkt des Interesses standen diesmal vor allem UV- beziehungsweise UV-LED-Inkjet-Systeme sowie superschnelle LFP-Systeme auf Basis der Memjet-Drucktechnologie.

Zu sehen gab es auf der diesjährigen Fespa, der Messe für den Großformatdruck, neue Großformatdrucker mit Druckbreiten von bis zu fünf Metern und die passenden Tinten und Bedruckstoffe, bei denen Umweltfreundlichkeit immer mehr gefragt ist.

Bei den Drucker-Neuvorstellungen dominierten UV- und UV-LED-Inkjet-Systeme, weil sie eine Vielzahl von starren und flexiblen Substraten – wie Holz, Metalle, Glas und Pappe bis hin zu verschiedensten Papieren, Folien und Planen direkt bedrucken können und so flexibel einsetzbar sind. Für großes Aufsehen sorgten auch die neuen Großformatdrucker, die mit Memjet-Druckköpfen arbeiten und eine hohe Ausgabegeschwindigkeit erreichen.

Gefragt: UV- und UV-LED-Printer

Bereits im Vorfeld der diesjährigen Fespa war klar, dass Großformatdrucker, die mit UV- und UV-LED-härtenden Tinten arbeiten, die am meisten gefragte Gerätekategorie auf der Messe sein würde. So zeigten die Ergebnisse der vierten World Wide Survey der Fespa, einer Studie zum internationalen LFP- und Grafikmarkt, dass 40 Prozent aller derjenigen, die auf der Messe in einen neuen Printer investieren wollten, aufgrund der besonders flexiblen Einsatzmöglichkeiten ein UV- oder UV-LED-Drucksystem kaufen wollten.

Folglich handelte es sich bei den meisten Drucker-Neuvorstellungen um Geräte dieser Geräteklasse. So präsentierte zum Beispiel Durst den Rho 512R, einen Giganten mit einer Druckbreite von fünf Metern für den superbreiten Rollendruck. Der Printer, der neben CMYK optional auch mit Light Cyan, Light Magenta, Weiß und Spotfarben (auf Anfrage) druckt, besitzt eine Ausgabegeschwindigkeit von bis zu 350 m² in der Stunde und kann bei Bedarf auch drei 1,6 m Rollen nebeneinander bedrucken.

Agfa brachte gleich mehrere neue großformatige UV-Drucksysteme mit nach London. Unter anderem die Anapurna M3200RTR, ein UV-Rollendrucksystem mit einer Druckbreite von 3,20 Metern. Mit einer neuen Generation von Druckköpfen liefert das Drucksystem, das über sechs Farben verfügt, eine maximale Auflösung von 1.440 dpi. Die Druckgeschwindigkeit bei 720 x 1440 dpi beträgt über 50 m² pro Stunde.

Die neue UV-Flachbettdruckerserie Océ Arizona 600 von Canon umfasst gleich vier neue Modelle, die Océ Arizona 640 GT, die 640 XT, die 660 GT und die 660 XT. Die Systeme mit Druckgeschwindigkeiten von mehr als 46 m² pro Stunde verfügen über bis zu sechs unabhängige Tintenkanäle, die teilweise frei konfigurierbar sind und mit zusätzlichen Cyan- und Magenta-Tinten oder Lack und weißer Tinte für dekorative Effekte oder höhere Produktionsgeschwindigkeiten sorgen. Die GT-Modelle verfügen über Standard-Tischformate von 1,25 mal 2,5 Meter während die XT-Systeme Tische in Übergröße im Format von 2,5 mal 3,05 Metern bieten. Für alle vier Modelle ist zudem eine Rollenoption erhältlich, um auf flexible Medien von bis 2,2 Metern Breite zu drucken.

Die weltweite Verfügbarkeit seines neuen UV-LED-Systems Vutek HS100 Pro für den Druck auf flexible und starre Materialien gab EFI auf der Fespa bekannt. Der 3,2 Meter breite Großformatdrucker soll bis zu 100 vollformatige Druckbögen (Standardmaß: 70 x 100 cm) in der Stunde verarbeiten und mit Graustufendruckköpfen für die Ausgabe variabler Tintentropfen, die bis zu 24 Picoliter groß sind, für eine hochwertige Druckausgabe sorgen.

Hochgeschwindigkeits-Inkjet

Die Memjet-Drucktechnologie, die mit feststehenden Druckköpfen die über die gesamte Druckbreite angeordnet sind, enorme Ausgabegeschwindigkeiten erreicht, sorgte auch auf der Fespa 2013 für Aufsehen. Canon, Reprographic Technology International (RTI) und Xerox haben drei schnelle Großformatdrucksysteme vorgestellt . Der Xerox IJP 2000 ist mit seiner Druckgeschwindigkeit von bis zu 420 Quadratmeter stündlich noch vergleichsweise langsam. Der Canon Océ Color Wave 900 und der RTI Vortex 4200 sind mit einem Spitzendurchsatz von 1.100 beziehungsweise 1.000 m² pro Stunde angegeben. Wobei nicht klar ist, ob der Xerox IJP 2000 tatsächlich auf der Memjet-Technologie beruht.

Im Gegensatz zu den vorherigen Ankündigungen von Memjet-basierenden LFP-Systemen, wie zum Beispiel des Xanté Excelagraphix 4200 auf der Drupa 2012, sollen diese Großformatdrucker sofort am Markt verfügbar sein.

Die Hochgeschwindigkeits-Inkjet-Printer sind in erster Linie für Zielgruppen aus den Bereichen Werbetechnik, Architektur, Baugewerbe und CAD konzipiert, eignen sich aber auch für POS-Anwendungen, Banner, Poster und Fotodrucke.

Der Océ ColorWave 900 von Canon, der bereits als "Project Velocity" auf der Drupa 2012 vorgestellt wurde, sowie der Vortex 4200 von RTI, basieren auf der Memjet Wide Format Print Engine. Sie erzielen mit 3,4 Milliarden Tintentröpfchen pro Sekunde (jeweils 1,2 Picoliter) und fünf Farben (CMYKK) eine Auflösung von 1.600 dpi. Die Druckbreite liegt bei 106 cm. Hinsichtlich Druckbreite, Farben und Auflösung verfügt der Xerox IJP 2000 über die gleichen Werte – lediglich die Ausgabegeschwindigkeit ist geringer.

Latex- und Solvent-Systeme

Weitere neue Großformatdrucker sind etwa der neue Latex 3000 von HP sowie die neuen Low-Solvent-Printer Color Painter M-64s von Seiko und Soljet Pro XR-640 von Roland DG.

Mit dem neuen Latexdrucker Latex 3000 stellte HP ein 3,2 Meter breites Rollendrucksystem vor, das mit sieben Farben und einer Auflösung von 1.200 dpi arbeitet. Dabei liegt die maximale Druckgeschwindigkeit bei 120 m² in der Stunde. Aufgrund der fast geruchslosen Latex-Tinten ist dieser Printer auch für Anwendungen im Innenbereich geeignet.

"The Beauty" und "The Beast" sind die Spitznamen der neuen Low-Solvent-Großformatdrucker von Seiko und Roland DG. Ersterer, der neue 1,6 Meter breite Color Painter M-64s, erreicht eine maximale Druckgeschwindigkeit von 66,6 m² in der Stunde und Auflösungen von bis zu 900 dpi. Er arbeitet mit neuen geruchsarmen Low-Solvent-Tinten in sechs beziehungsweise sieben Farben, inklusive einer grauen Tinte.

"The Beast", der neue Soljet Pro XF-640 von Roland soll sogar Ausgabegeschwindigkeiten von bis zu 102 m² in der Stunde erzielen. Der 1,6 Meter breite Vierfarbdrucker arbeitet mit Auflösungen bis zu 1440 dpi.

Im Trend: Digitaler Textildruck

Textilien für großformatige Werbeartikel wie Banner zu nutzen liegt im Trend, denn dieses Material ist leichter, geschmeidiger und leichter ökologisch abbaubar als die üblicherweise verwendeten Materialien wie zum Beispiel PVC. Außerdem überzeugen die meist wasserbasierten Dispersionstinten, die zum Bedrucken der Textilsubstrate genutzt werden, denn sie sind nicht nur umweltfreundlich sondern auch wetterfest. So nutzte unter anderem Durst die Fespa zur Präsentation seines neuen Textil-Großformatdruckers Rhotex 322. Der mit Graustufen-Druckköpfen ausgestattete 3,2 Meter-Printer erreicht mit sechs Farben mit einer Tropfengröße von 7 bis 21 Picolitern Auflösungen bis 1.200 dpi und ist bis zu 140 m² in der Stunde schnell.

Auch Agfa nahm die Messe in London zum Anlass für die Ankündigung seines neuen Textildruckers Ardeco, der Ende des Jahres auf den Markt kommen soll. Auch der Ardeco ist 3,2 Meter breit. Er soll Spitzengeschwindigkeit von 137 m² pro Stunde, Tropfengrößen von 12 Picolitern und eine Auflösung von 600 dpi bieten.

Bedruckstoffe – Umweltfreundlichkeit gefragt

Natürlich wurden auf der Fespa auch jede Menge Bedruckmaterialien präsentiert – und auch hier zeigt sich, dass besonders umweltfreundliche Substrate gefragt sind. So zum Beispiel die Digitex-Reihe von Heytex, die aus 25 verschiedenen Produkten besteht, die PVC-frei und recyclebar sind. Zur Messe wurde die Reihe um Digitex Decoflex, einen neuen Dekostoff auf Polyesterbasis, Digitex Eclipse, ein Gewebe mit edler Schaumbeschichtung in fünf Metern Breite und Digitex Heylux, ein hochgradig transluzentes Backlit Textil ebenfalls in fünf Metern Breite erweitert.

Der Medienspezialist Ilford stellt mit AquaBlock eine neue Beschichtungtechnologie vor, die dafür sorgt, dass Drucke mit wasserbasierenden Tinten auch im Outdoorbereich haltbar sind. Die Beschichtung ist laut Ilford komplett wasserabweisend, dadurch kann sie nicht aufquellen oder sich auflösen, auch nicht bei extremen Wetterbedingungen. In den nächsten Monaten will das Unternehmen verschiedene neue Omnijet-Medien mit der AquaBlock-Beschichtung vorstellen.

Doch nicht nur bei den Rollenmedien sondern auch bei den starren Medien gibt es inzwischen umweltfreundliche Alternativen. Der Medienhersteller Katz stellte zum Beispiel in London sein Display Board vor, das aus umweltfreundlicher Holzschliffpappe besteht. Die beidseitig papierkaschierte Displaypappe eignet sich zum Beispiel für Hängeschilder, Aufsteller oder sonstige Präsentationsmittel und ist deutlich umweltfreundlicher als Display-Materialien aus Kunststoff.

15.07.13 13:49 (letzte Änderung)

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