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Test: Brother MFC-J4510 gegen Canon MX925 und Epson WF-3520: Die Testkandidaten im Überblick

Brother MFC-J4510DW

Auf den ersten Blick sieht das Brother-Multifunktionsgerät etwas ungewöhnlich aus. Der Grund dafür: Das Papier liegt nicht längs, sondern quer in der Papierkassette. Dadurch ist der MFC-J4510DW relativ breit, dafür aber nicht sehr tief. Der Vorteil an der Papierverarbeitung im Querformat ist einerseits ein höheres Drucktempo, da sich der Druckkopf seltener hin- und herbewegen muss und andererseits besteht die Möglichkeit, über den Einzelblatteinzug auch A3-Papier zuzuführen.

Beim Drucktempo kann der Brother in fast allen Disziplinen seine Kontrahenten von Canon und Epson schlagen. Insbesondere bei großen Druckaufträgen kommt er richtig in Fahrt und deklassiert die beiden regelrecht. Und auch an der Druckqualität gibt es wenig auszusetzen. Texte und Grafiken bringt der MFC-J4510DW in guter Qualität zu Papier und auch für den gelegentlichen Fotodruck ist er zu gebrauchen. Spitzenqualität darf man aber nicht erwarten.

Die Druckkosten auf Normalpapier liegen leicht unterhalb von Canon und Epson, beim Fotodruck auf Spezialpapier ist der Brother minimal teurer.

In Sachen Ausstattung lässt der MFC-J4510DW ebenfalls kaum Wünsche offen. Neben Netzwerkfunktionen (Wlan und Lan) bietet er ein Faxmodem, eine komfortable Bedienung per Touchscreen und einen automatischen Dokumenteneinzug. Dieser ist jedoch nicht duplexfähig. Beidseitig bedruckte Vorlagen muss man demnach von Hand wenden.

Zur Papierverarbeitung stehen eine Kassette und ein manueller Einzelblatteinzug zur Verfügung. Allerdings passen in die Papierkassette lediglich 150 Blatt, was für ein Gerät mit einem ISO-Drucktempo von 20 Seiten etwas wenig ist und häufiges Auffüllen nötig macht. Auch die Papierausgabe ist mit gerade mal 50 Blatt Fassungsvermögen knapp bemessen. Zudem stört das umständliche Handling mit der Kassette und bei Fotopapier muss man immer ein Blatt mehr einlegen, als man bedrucken möchte.

Das ist positiv aufgefallen:

  • markerfeste Schwarztinte
  • einfache Bedienung durch 3,7 Zoll großen Touchscreen
  • durchgängig flottes Arbeitstempo
  • ordentliche Druckqualität
  • manueller Einzelblatteinzug bis zum Format A3
  • automatischer Dokumenteneinzug
  • Wlan und Ethernet-Schnittstelle

Das ist negativ aufgefallen:

  • Papierzuführung kann nur 150 Blatt Normalpapier aufnehmen
  • umständliches Papierhandling
  • automatische Dokumentenzufuhr nicht duplexfähig
  • Farbtinte nicht wasserfest
  • Einzugsprobleme bei Fotopapier

Canon Pixma MX925

Canons neues Büromultifunktionsgerät hört auf den Namen Pixma MX925 und ersetzt die Vorjahresmodelle MX715 und MX895. Auf den ersten Blick hebt sich der Neue kaum von seinen Vorgängern ab, doch Canon hat den MX925 an mehreren Punkten optimiert, allerdings auch den Rotstift angesetzt und nützliche Ausstattungsmerkmale gestrichen.

Damit bleibt auch das aktuelle Modell umfangreich ausgestattet und lässt kaum Wünsche offen. Zur Serienausstattung zählen ein Fax samt DADF, ein Duplexer und eine Papierkassette für 250 Blatt. Zusätzlich bietet das neue Multifunktionsgerät, wie auch seine Konkurrenten, Netzwerkfunktionen via Wlan oder Ethernet und lässt sich auch per Airprint nutzen.

Im Gegensatz zum Vorgängermodell hat es Canon nun endlich geschafft, die Reichweite der Schwarzpatrone von knapp 350 auf konkurrenzfähige 1.000 Seiten anzuheben. Zudem ist nun auch der CD-Druck wieder mit an Bord. Gestrichen hat der Hersteller jedoch den Kartenleser und die hintere Papierzufuhr. Dafür gibt es zusätzlich zur Papierkassette für A4-Papier eine zweite für Fotopostkarten. Druckt man aber häufig auf wechselnden Medien, ist die aktuelle Lösung deutlich unkomfortabler, als die der Vorgänger mit zwei separaten Papierwegen.

Überzeugen kann der Canon beim Foto- und Grafikdruck. Er liefert in diesen Disziplinen die mit Abstand beste Qualität, bei moderaten Druckkosten. Und auch beim Textdruck agiert er auf hohem Niveau. Allerdings ist die Tinte auf Normalpapier weder wisch- noch wasserfest und beim Text- und Grafikdrucktempo fällt er deutlich hinter seine beiden Konkurrenten zurück.

Bei der Bedienung setzt Canon weiterhin auf zahlreiche Tasten in Verbindung mit einem drei Zoll großen Vorschaudisplay. Durch das multifunktionale Tastenfeld, das je nach Funktion nur die verfügbaren Tasten einblendet, geht die Bedienung komfortabel von der Hand. Störend ist jedoch das starre Bedienpanel in Verbindung mit dem Glanzplastik am kompletten Gehäuse. Bei ungünstigen Lichtverhältnissen entstehen Spiegelungen, zudem ist das Gehäusekleid extrem Kratzeranfällig.

Insgesamt ist der MX925, wie auch seine Vorgänger, mehr auf den Allround-Einsatz mit gutem Fotodruck ausgelegt und zeigt deutliche Schwächen in Punkto Wischfestigkeit und Drucktempo auf Normalpapier.

Das ist positiv aufgefallen:

  • hohe Fotodruckqualität bei flottem Drucktempo
  • einfache Bedienung durch multifunktionales Tastenfeld
  • gute Grafik- und Textdruckqualität
  • Papierkassette für 250 Blatt und separate Kassette für Fotopostkarten
  • duplexfähiger Dokumenteneinzug (DADF)
  • Wlan und Ethernet-Schnittstelle
  • CD-Druck

Das ist negativ aufgefallen:

  • Tinte nicht wisch- und wasserfest
  • gemächliches Drucktempo beim Text- und Grafikdruck
  • kein Kartenleser
  • Bedienpanel nicht klappbar
  • kratzeranfälliges Glanzplastik am ganzen Gerät
  • kein manueller Einzelblatteinzug

Epson Workforce WF-3520DWF

Die neue Workforce WF-Serie ersetzt die bisherigen Stylus-Office-Modelle und ist unterhalb der Workforce-Pro-Serie angesiedelt. Im Vergleich zum direkten Vorgänger, dem BX635FWD hat Epson den neuen WF-3520DWF an einigen Punkten optimiert, nicht verändert hat der Hersteller jedoch das Druckwerk und die üppige Ausstattung.

Serienmäßig gibt es beim Epson einen Duplexer, ein Fax samt DADF und kabellose sowie kabelgebundene Netzwerkunterstützung. Die Papierkassette kann 250 Blatt aufnehmen, zusätzlich gibt es wie beim Brother auch eine manuelle Einzelblattzufuhr. Diese ist jedoch nur eingeschränkt nutzbar, da die Mindestlänge der Medien bei rund 20 Zentimetern liegt.

Im Vergleich zum Vorgängermodell präsentiert sich der Epson in einem deutlich robusteren Gehäusekleid. Allerdings hat der Druckerhersteller nun das klappbare Bedienpanel durch ein starres ersetzt. Das macht zwar von der Haptik her einen besseren Eindruck, doch durch das Glanzplastik entstehen häufig Spiegelungen. Die Bedienung erfolgt über Sensortasten und ist deutlich umständlicher als beim Brother, der mit einem Touchscreen arbeitet. Und auch der Canon hat trotz zahlreicher Tasten ein stimmigeres Bedienkonzept. Erfreulich: Wie auch bei den Workforce-Pro-Modellen kann man beim WF-3520 den Resttintenbehälter mit einem Handgriff austauschen.

Beim Drucktempo kommt der Epson zwar nicht an den Brother heran, legt aber immer noch ein ordentliches Tempo an den Tag. Weniger flott ist er bei umfangreichen Druckaufträgen, wie einem 100-seitigen PDF-Handbuch. Dafür punktet er mit schnell trocknender Tinte und einem hohen Tempo beim Duplexdruck. Die Qualität beim Textdruck ist gut, leichte Probleme hat der Workforce mit dem Druck feiner Grafiken. Für den Fotodruck ist der Epson aufgrund der körnigen Ergebnisse weniger geeignet, wenngleich die Farben nun etwas kräftiger als bei den Vorgängermodellen ausfallen.

Das ist positiv aufgefallen:

  • markerfeste Schwarztinte
  • ordentliches Arbeitstempo
  • robuste Papierkassette für 250 Blatt
  • gute Textdruckqualität und flottes Duplextempo
  • wechselbarer Resttintentank
  • manueller Einzelblatteinzug
  • Wlan und Ethernet-Schnittstelle
  • duplexfähiger Dokumenteneinzug (DADF)

Das ist negativ aufgefallen:

  • mäßige Displayqualität und umständliche Bedienung
  • manueller Einzelblatteinzug erfordert eine Mindestlänge von 20 Zentimetern
  • grobkörniger Fotodruck

Modellvarianten auf Basis der Testgeräte

Auf Basis der Testgeräte bieten Brother und Epson weitere Modelle an, die bis auf einige Ausstattungsmerkmale identisch zu den beiden getesteten Geräten sind. Canon hingegen hat in diesem Segment ausschließlich den getesteten MX925 zu bieten.

Brother hat mehrere Geräte im Angebot, die mit dem Druckwerk des MFC-J4510DW arbeiten. Unterhalb des Testgeräts gibt es den MFC-J4410DW mit etwas abgespeckter Ausstattung. Darüber positionieren sind der MFC-J4610DW und der MFC-J4710DW, die zwei Papierkassetten bieten. Ein weiterer Vorteil des MFC-J4710DW ist der duplexfähige Dokumenteneinzug und die zweite Papierzufuhr lässt sich aufs A3-Format ausziehen.

Epson bietet noch zwei Modelle oberhalb des Testgeräts an. Der WF-3530DTWF kommt im weißen Gehäusekleid daher und hat zwei Papierkassetten. Der WF-3540DTWF hat ebenfalls zwei Papierkassetten, aber wie das Testgerät eine schwarze Gehäusefarbe. Zudem ist dieses Modell mit einem Touchscreen ausgestattet.

22.03.13 07:44 (letzte Änderung)
1Alleskönner fürs Heimbüro
2Die Testkandidaten im Überblick
3Das Verbrauchsmaterial
4Die Druckkosten
5Display, Bedienung und Schnittstellen
6Das Papierhandling
7Installation, Druckertreiber und Netzwerkfunktionen
8Faxfunktionen
9Textdruck: Qualität und Tempo
10Grafikdruck: Qualität und Tempo
11Fotodruck: Qualität und Tempo
12Tintenqualität: Marker-, Wasser- und Bleeding-Test
13Kopieren: Tempo, Qualität und Handling
14Scanqualität und Schärfentiefe
15Der Strombedarf
Technische Daten & Testergebnisse

251 Wertungen

 
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