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Pelikan zeigt sein Wiederaufbereitungszentrum in Kyjov: Europas größtes Tonerrecycling-Werk

von Florian Heise

In Tschechien befindet sich Pelikans Wiederaufbereitungszentrum für Tonermodule und Tintenpatronen. Druckerchannel hat sich das Werk angeschaut.


Herstellerlogo Pelikan Hardcopy

Laut EG-Richtlinie 2009/98/EG vom November 2008 (Punkt 7) heißt es: "Oberste Priorität soll die Abfallvermeidung haben. Wiederverwendung und stoffliches Recycling soll den Vorzug vor energetischer Verwertung*1 haben". Dieses politische Ziel kommt einem Anbieter von alternativem Druckerzubehör wie Pelikan gerade recht. So sammelt Pelikan im großen Stil leere Tintenpatronen und Tonermodule ein, um sie wieder zu verwenden. Die meisten OEMs, also die Druckerhersteller, sammeln das Leergut zwar ebenfalls wieder ein, recyceln dies aber entweder zu Granulat oder verheizen es in der Müllverbrennung. Dies mit dem Ziel, dem Recycling-Anspruch gerecht zu werden und natürlich, um den Leergutmarkt möglichst stark zu verknappen.


Doch Pelikan bereitet nicht nur gebrauchte Tinten- und Tonermodule wieder auf. Auch sie stellen neue Produkte her, sobald dies patentrechtlich möglich ist. Das sind zum Beispiel die meisten Epson- und Canon-Tintenpatronen, die man mit relativ wenig Aufwand in Spritzgussanlagen neu produzieren kann.


Durch die Hallen des 7.600 Quadratmeter großen Wiederaufbereitungszentrums im Tschechischen Kyjov führte Werksleiter Sven Rudolph. Er zeigte, wie im Werk gebrauchte Tonermodule und Tintenpatronen geleert, gesäubert, geprüft und befüllt werden. Bis zu 20 Arbeitsschritte sind nötig, bis angeliefertes Leergut wiederbefüllt in der neuen Verkaufsschachtel landet.

Rund 1,6 Millionen Tonermodule und 1,5 Millionen Tintenpatronen (vor allem von HP und Canon) werden im Werk Kyjov pro Jahr wiederaufbereitet. Laut Rudolph sollen sich durch die Wiederaufbereitung 25 Prozent CO2 (Kohlendioxid) gegenüber Neuproduktion einsparen lassen.

Impressionen aus dem Pelikan-Werk

Klicken Sie die Bilder an, um sie in der Großansicht zu sehen.


Dr. Thorsten Lifka und Arno Alberty sprachen über die Herlitz-Übernahme, nannten Marktzahlen und klärten über die Patentlagen der OEMs auf.

Die wichtigsten Fakten

  • Arno Alberty (Executive Vice President Europe, Sales&Marketing) ist seit 2006 bei Pelikan. Davor war Alberty bei Henkel (Prittstift) und bei 3M.
  • Seit 2008 sind die Bereiche "PBS" (Papier, Büro, Schreibwaren) und "Druckerzubehör" wieder unter einem Dach vereint.
  • Mutterkonzern (Holding) ist die "Pelikan International Corporation Berhad" in Malaysia.
  • Pelikan führt Marken wie zum Beispiel "Boeder", "Geha" und "Ichange". Neu hinzugekommen ist "Herlitz".
  • Pelikan erreicht durch den Zukauf von Herlitz ein Umsatzvolumen von rund 500 Mio. Euro.
  • Laut Pelikan ist der Druckerzubehör-Markt zu 80 Prozent in Händen der OEMs (der Druckerhersteller) und zu 20 Prozent in Händen der Alternativanbieter.
Verteilung im Druckerzubehör-Markt
Originalhersteller
80 %
 
Alternativanbieter
20 %
 
© Druckerchannel

Laut Pelikan verteilt sich der Tintenpatronen-Markt in den Jahren 2008 und 2009 folgendermaßen auf:

Aufteilung des Tintenpatronen-Marktes
20082009
   
HP
 
27 %
 
25 %
Canon
 
 
22 %
 
 
23 %
Epson
 
 
13 %
 
 
13 %
Andere
 
 
7 %
 
 
9 %
Händlermarken
 
 
9 %
 
 
8 %
Pelikan
 
 
7 %
 
 
8 %
Brother
 
 
5 %
 
 
6 %
Lexmark
 
 
4 %
 
 
3 %
KMP
 
 
3 %
 
 
3 %
Geha
 
 
2 %
 
 
2 %
© Druckerchannel

*1
Energetische Verwertung = Müllverbrennung
Dieser Artikel wurde ohne generative KI erstellt.
30.06.10 06:27 (letzte Änderung)

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