die sendung habe ich zwar nicht gesehen, aber die haben bei arte schon mal eine sendung zu dem thema "produzieren für Müllahlde" oder so ähnlich gemacht.
beides ist sehr interessant und auch erschreckend. mir fallen die canon drucker ein, bei dem von jetzt auf gleich der druckkopf durchbrennt, wegen einer nicht vorhandenen sicherung für wenige cent.
Na klasse...Stern hat wieder mal die vermeintliche Druckerherstellerverschwörung aus der untersten Schublade rausgekramt. Ist schon Sommerlochzeit?
Die meisten Käufer wollen möglichst niedrige Neugerätepreise. Das schlägt sich dann im kostenoptimierten Produktionsverfahren nieder. Technische Geräte, die auf möglichst hohe Servicefreundlichkeit ausgelegt sind, wären ungleich teurer.
Komme selber aus dem Service für Unterhaltungselektronik und Hausgeräte, ist hier genau das gleiche.
Oder versucht mal, bei einem neueren KFZ die Scheinwerferbirne selbst zu wechseln: Oft ohne Werkstattbesuch kaum mehr möglich.
Es ist doch genau die Billig-Discount-Mentalität, die ständig von den Medien gefördert wird. Die Leute sind einfach nicht mehr bereit, für Geräte das zu bezahlen, was sie wert sind oder wären. Möglichst billiger Drucker mit superbilliger Tinte und er soll zwanzig Jahre halten. Wie soll das denn Funktionieren?
Ich bin aus dem Einzelhandel. Es gibt zum Glück noch Leute, die ein vernünftiges Wertgefühl für die Geräte und den Service haben. Die meisten nehmen hochwertigere Geräte und kaufen auch Originaltinte. Und ich bin auch froh, dass Hersteller wie HP, Brother und Epson hochwertige Geräte mit günstigen Folgekosten und ordentlichen Garantieleistungen (zumindest Brorher und HP, Epson weiß ich gerade nicht genau) anbieten.
Allerdings gibt es auch Dinge, für die ich kein Verständnis habe. Zum Beispiel das unverhältnismäßig programmierte Reinigungsverhalten von Canon-Geräten, die Tinte verschleudern ohne Ende und das dann in Kombination mit dem "Wartungsintervall" für mich ingesamt eine sehr unseriöse Geschichte ist. Bei Epson ist das ja ähnlich mit den Reinigungen, aber da ist es (zumindest teilweise) technisch begründbar auf Grund des Drucksystems, und die Wartung ist nicht soo teuer.
Beitrag wurde am 12.05.12, 09:48 vom Autor geändert.
Naja ich würde auf den Bericht nicht viel geben, der ist viel zu oberflächig und ist darauf angelegt die Hersteller zu verdammen. Das sieht man ja dort häufig. Ich frage mich wie der User reagieren würde wenn auf einmal der Schreibtisch voller Resttinte wäre ;-).
Das ein Gerät nur für eine gewisse Anzahl von Drucken ausgelegt wird ist normal. Die meisten User sehen so eine Meldung niemals, eher hat sich das Gerät kaputt gestanden...Poweruser greifen normalerweise dann zu einem Gerät das auch für die Druckleistung ausgelegt ist. Nur wenige User nehmen ein Billiggerät und drucken wie Poweruser, dann darf man sich aber auch nicht beschweren, jeder Hersteller macht Angaben für die Druckleistung. Diese Probleme sind aber auch auf den Preisverfall der Hardware zurückzuführen, die Materialien in einem 50 Euro Drucker können nun mal nicht mit einem 500 Euro Gerät mithalten. Dem Hersteller ist es inzwischen fast egal, da man ja heute mit dem Verbrauchsmaterial Gewinne macht als mit der Hardware.
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