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22. August 2013 News | Drucken

News: Canon Pixma Multifunktionsdrucker für 2013/14: Canon setzt bei kommenden Pixmas massiv den Rotstift an

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Kurz vor der IFA in Berlin stellt Canon seine neue Pixma-Flotte mit fünf Modellen in zehn Farben vor. Bei der Ausstattung gibt es wenig Neues aber viele Streichungen.

Pünktlich vor der Internationalen Funkausstellung stellt Canon, wie in jedem Jahr, seine neue Pixma-Generation vor. Während die multifunktionalen Geräte in den ersten Jahren stetig im Funktionsumfang verbessert wurden, gibt es seit ein paar Jahren nur noch wenige grundlegende Neuerungen. Teilweise wurden sogar einige Funktionen wie die Papierzufuhr, Displays, Pictbridge oder auch die Anzahl der Düsen leicht zurückgenommen. Auch in diesem Jahr greift Canon unerwartet massiv zum Rotstift und streicht den Funktionsumfang der Geräte zusammen. Immerhin: Neue Patronen mit veränderter Chipverschlüsselung gibt es nicht.

Offenbar will Canon seine Kunden mehr zum neuen Top-Modell lenken und hat dafür den Funktionsumfang der beliebten Mittelklasse-Geräte mit Einzelpatronen so stark zusammengestrichen wie noch nie. Mit Ausnahme des MG4250 gibt es bis Oktober 2013 für jeden multifunktionalen MG-Pixma ohne Fax einen Nachfolger.


Canon Pixma MG5550

Den Anfang macht der neue Pixma MG5550, welcher der Nachfolger des beliebten Einzelpatronen-Einstiegsdruckers MG5350 ist, der noch aus dem Modelljahr 2011 stammt. Nachdem man in der 2012er-Generation bereits die hintere Papierzufuhr durch eine zusätzliche kleine Kassette für bis zu 13x18cm-Postkarten ersetzt hat, zündet Canon beim Neuling noch eine weitere Stufe: So muss der MG5550 lediglich mit einem 100 Blatt fassenden, offenem Papierfach auskommen. War Canon beim Papiereinzug vor zwei Jahren noch führend, so wurden die Japaner mittlerweile von Epson und HP überholt.

Ebenfalls gestrichen hat Canon den Einzug für CD/DVD/Blueray-Rohlinge, den Speicherkartenleser samt USB-Pictbridge und nebenher wurde auch die Größe des Displays und die Scanauflösung nach unten gedreht.

Noch erstaunlicher sind jedoch die Änderungen am Druckwerk selbst. Zwar setzt Canon beim MG5550 auf die fünf Patronen inklusive Fotoschwarz der PGI-550PGBK (Schwarz) und CLI-551-Serie (Farbe), welche zusammen mit neuen XL-Patronen bereits 2012 eingeführt wurden. Allerdings nicht mehr mit den gewohnten 1-Pikoliter-Tröpfchen. Die kleinsten Tintentropfen haben beim Neuling eine Größe von zwei Pikolitern, zudem wurde die Auflösung auf 4.800 dpi halbiert. So konnte Canon je nach Farbe bis zu einem Drittel der Düsenreihen einsparen, wodurch sich das Fotodrucktempo (10x15 randlos) von rund 20 Sekunden auf nunmehr 44 Sekunden erhöht. Beim Druck auf Normalpapier kann sich das Drucktempo jedoch weitgehend halten - trotz verdoppelter Anzahl der Schwarzdüsen bleibt das Modell jedoch grundsätzlich etwas langsamer als sein direkter Vorgänger.

Insgesamt bleiben dem Drucker der Geräteanschluss via Wlan (samt WiFi-Direct, Google Cloudprint und Apple Airprint), die Duplexeinheit zum automatischen wenden von Normalpapier und ein kleines Display ohne Touch. Für deutlich mehr Sonderfunktionen, wie es die bisherigen Geräte Jahrelang geboten haben muss man ab sofort zum Top-Modell MG7150 oder gleich zur Konkurrenz greifen.

Neu sind lediglich einige neue Anwendungen für den mobilen Druck, das 2012 eingeführte automatische Ein/Ausschalten *1 sowie die Verbindung von mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets via infrastruktur-unabhängiger WiFi-Direkt-Verbindung.


Canon Pixma MG6450

Der ebenfalls neue MG6450 ersetzt den MG5450 - auch wenn der Name anderes deuten lässt. Trotz gleicher Düsenanzahl wie sein kleineres Brudermodell MG5550 fällt das ISO-Tempo höher aus und erreicht mit bis zu 15-ppm die Geschwindigkeit des Vorgängers. Beim Fotodruck sackt das Nachfolgemodell jedoch wieder auf rund das halbe Tempo ab.

Gegenüber dem Einzelpatronen-Einstiegsdrucker hat Canon dem MG6450 ein größeres Display (3 Zoll ohne Touch) und den Speicherkartenleser gelassen. Von allen anderen Streichmaßnahmen ist auch die neue Mittelklasse betroffen.


Canon Pixma MG7150

Kommen wir zum Lichtblick der Pixma-Serie für das Jahr 2014. Nachdem der MG8250 bereits im Frühjahr abgekündigt wurde ist der neue MG7150 der Nachfolger des MG6350 und damit das aktuelle Topmodell.

Die gute Nachricht zuerst: Den MG7150 verschont Canon vor dem Rotstift und belässt das Modell auf dem technischen Stand des Vorgängers. Sowohl beim Foto- wie auch beim ISO-Tempo kann das neue Topmodell mit einer soliden Geschwindigkeit punkten. Wie bisher setzt Canon auf ein Sechsfarb-Druckwerk mit Fotoschwarz und Grautinte bei gewohnten 1-Pikoliter kleinen Tintentropfen für feine Farbstufungen.

Neben einer 125-Blatt-Kassette für Normalpapier und einem Duplexer, gibt es ein kleines Fach für bis zu 20 Blatt Fotopapier bis ins etwas größere Format 13x18 cm. Auch die Möglichkeit zur direkten Bedruckung von speziell beschichteten Rohlingen fehlt nicht.

Das 3,5-Zoll-große Display ist weiterhin berührungsempfindlich, jedoch auf der etwas wackligen Patronenabdeckung angebracht. Zusätzlich integrierte Sensor-Tasten um auf die Startseite zu gelangen oder dem Start von Kopien werden je nach Verfügbarkeit automatisch beleuchtet oder so ausgeblendet, dass diese nicht mehr sichtbar sind.

MG2450/ MG2550 und MG3550 mit Kombikartuschen

Zeitgleich erscheinen auch drei Modelle mit Drei-Farb-Patronen und integriertem Wegwerf-Druckkopf. Rein äußerlich stellen der MG2450 und seine hellgefärbte Schwester MG2550 eine Neuentwicklung dar. Beide Geräte lösen den MP230 und damit das letzte Modell mit einem "MP" im Namen ab. Offensichtlich hat Canon am Gehäuse gespart und die Geräte um fast zwei Kilogramm leichter gemacht. Bei der Ausstattung tut sich so gut wie Nichts - bei einem Drucker, welcher ohnehin nur rudimentäre Funktionen bietet. Das Druckwerk arbeitet mit neuen Patronen der Serien PG-545 (Schwarz) sowie CL-546 (3-Farb) mit optionaler XL-Füllmenge. Seitenpreise, grobe Reichweite sowie das Tempo sind vergleichbar geblieben. Weiterhin verzichten muss man jedoch auf einen randlosen Druck auf Foto- oder Normalpapier. Zugeführt wird dieses von hinten mit bis zu 60 Blatt.

Die Verbindung gelingt ausschließlich über einen USB-Anschluss an einen Computer. Damit fallen auch Netzwerkfunktionen wie Airprint oder einer Emailadresse weg. Immerhin kann sich das Gerät bei einem eingehenden Druckauftrag automatisch anschalten und auf Wunsch auch wieder ausschalten.

Etwas großzügige hat Canon den MG3550 ausgestattet, welcher den MG3250 ablöst. Dieser Neuling arbeitet mit den bekannten Patronen der Serien PG-540 (Schwarz) sowie CL-541 (3-Farb) und bis zu zwei Pikoliter kleinen Tropfen. Wie bisher gibt es eine Duplexeinheit zum automatischen Wenden von Normalpapier, welches mit einem 100er Stapel in offener Bauweise von vorne zugeführt wird. Zusätzlich stehen Verbindungsmöglichkeit über Wlan samt Airprint und Google Cloudprint zur Verfügung. Nett für einen Einstiegsdrucker ist auch hier das automatische Einschalten - das zeitgesteuerte Ausschalten gelingt dabei lediglich beim Anschluss über USB. Weitere Sonderwünsche kann der MG3550 nicht erfüllen.

Erhalten bleibt der MG4250 mit zusätzlichem Display und einem Kartenleser.

Buntes Farbenspiel

Für einige Geräte wird es immer wieder als Sonderedition spezielle Farblackierungen geben. Neben einer weißen Hochglanzbeschichtung für die meisten Geräte wird der MG6450 später zudem im auffallenden "Maikäfer"-Bronze verfügbar sein.

Verbrauchsmaterial und Druckkosten

Trotz der großen Einsparungen beim Funktionsumfang bleiben die Folgekosten auf einem vernünftigen Level. Wie bisher bei Canon üblich drucken die etwas gehobenen Pixmas mit kombinierten Kartuschen am günstigsten. Die neuen Patronen des Einstiegsmodells erhöhen die Seitenkosten zwar deutlich, liegen damit jedoch noch unter der vergleichbaren Geräten der Konkurrenz von Brother, Epson und HP.

Auch bei den Geräten mit Einzelpatronen gibt es keine Überraschungen. Die Folgekosten sind beim reinen Textdruck als auch beim Farbdruck auf Normalpapier moderat und Vergleichbar mit ähnlichen Geräten. Das Topmodell MG7150 druckt aufgrund der Graupatronen nur beim Fotodruck etwas teurer. Beim ISO-Test auf Normalpapier kommt diese Patrone und auch das Fotoschwarz nicht zum Einsatz und verreinigen sich allenfalls mit der Zeit.

Druckkostenanalyse 06/2016*3
Seitenpreis mit
'ISO-Farbdokument'*4 (10.000 Seiten)
Seitenpreis mit
'Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument'*5 (10.000 Seiten)
   
Canon Pixma MG3550 / MG4250*2
 
 
10,6 ct
 
 
4,3 ct
Canon Pixma MG5550 / MG6450
 
 
11,3 ct
 
 
3,5 ct
Canon Pixma MG7150
 
 
12,2 ct
 
 
3,5 ct
HP Photosmart 5520 / 6520
 
 
12,4 ct
 
 
3,9 ct
Brother DCP-J552DW / J752DW / MFC-J870DW
 
 
12,5 ct
 
 
4,2 ct
HP Photosmart 7520
 
 
12,8 ct
 
 
3,9 ct
Epson Expression Premium XP-600 / XP-700 / XP-800
 
 
13,4 ct
 
 
4,3 ct
Canon Pixma MG2450 / MG2550
 
 
13,8 ct
 
 
5,6 ct
HP Envy 4500
 
 
15,6 ct
 
6,3 ct
Epson Expression Home-Serie (2012)
 
 
15,8 ct
 
 
4,7 ct
Brother DCP-J140W
 
19,7 ct
 
 
6,2 ct
© Druckerchannel (DC)

Preise und Verfügbarkeit

Die Drucker mit Kombikartuschen MG2450/MG2550 und MG3550 werden ab September 2013 für rund 70 und 90 Euro auf dem Markt kommen. Die Geräte MG5550 und MG6450 werden einen Monat später im Oktober für 120 und 150 - wie bereits die Vorgängermodelle erhältlich sein. Das neue Topmodell MG7150 wird wiederum auch bereits im September für eine unverbindliche Preisempfehlung von rund 200 Euro verfügbar sein.

Aus der bisherigen Serie bleibt lediglich der MG4250 für weiterhin 100 Euro erhältlich. Auch bei den Druckern ohne Kopierfunktion wie dem iP7250 und iP2700 bleibt alles wie bisher.

Druckerchannel meint

In Zeiten, wo die Konkurrenz wie HP mit soliden Druckern und ordentlichen Folgekosten und seit geraumer Zeit auch Epson einen stetig wachsenden Funktionsumfang liefert, geht Canon in die andere Richtung. Zwar sind das neue Topmodell und auch der Bürodrucker MX925 sehr gut ausgestattet, jedoch sind eher die Geräte der 100 bis 150-Euro-Klasse für Viele interessant. Von daher erscheint der Weg vollkommen unverständlich.

Irreführend und ärgerlich zugleich ist auch, dass Canon die beliebten Drucker von der Modellnummer so benennt wie das bisher höhere Modell. So wurde aus dem MG5450 der MG6450, welcher Großteils jedoch weniger bietet als der bisher noch günstigere MG5350.

Wer gerade mit einem vielseitigen Pixma der Einzelpatronen-Serie liebäugelt sollte dringend noch bei der aktuellen Generation zugreifen. Aufgrund der großen Streichliste ist bei den auslaufenden Modellen auch nicht mit deutlichen Preissenkungen zu rechnen - tendenziell eher im Gegenteil.

*1
das automatische Ausschalten funktioniert nicht bei aktivierter Wlan-Verbindung
*2
Der Pixma MG4250 ist ein 2012er-Modell und bleibt als einzigstes Gerät ohne Fax weiterhin im Programm.
*3
Diese Tabelle wird automatisch aktualisiert.PreiseAlle Preise sind Preisempfehlungen der Hersteller (UVP).Kosten & StarterreichweiteIn die Druckkosten kalkulieren wir anteilig verbrauchte Materialien auch nur anteilig hinein. Weiterhin berücksichtigt Druckerchannel die Starterreichweiten - diese werden vom Druckvolumen abgezogen und reduzieren somit die durchschnittlichen Seitenkosten.
*4
ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712): A4-Farbdokument (fünfseitig) auf Normalpapier in Standardqualität.
*5
Schwarzanteil aus ISO-Farbdokument (ISO/IEC 24712 (nur SW)): Mit diesem fünfseitigen Dokument sind Tintendrucker und Farblaser getestet.
26.11.13 19:50 (letzte Änderung)
Technische Daten
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33 Wertungen

 
1
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